Athen Travel Guide
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Athen ist eine Stadt in der griechischen Region Attika. Sie gilt als eine der Wiegen der Zivilisation und war Gastgeber der Olympischen Spiele 2004.Inhaltsverzeichnis |
Kultur
Siehe Griechenland.
Stadtteile
Das was man heutzutage als Athen bezeichnet, ist eine Ansammlung kleinerer Vorstädte mit Athen selbst als Zentrum.
Hintergrund
Anreise
Athen kann mit allen Verkehrsmitteln gut erreicht werden. Straßen- und Bahnverbindungen führen nach Athen.
Flugzeug
Der internationale Flughafen Eleftherios Venizelos liegt 27 km östlich des Stadtzentrums. Dieser gut eingerichtete Flughafen wurde 2001 eröffnet und erhöhte die Bequemlichkeit der Reise nach Athen und Griechenland wesentlich. Der Flughafen ist wird halbstündlich von der Metro bedient. Die Fahrt nach Monastiraki dauert 44 Minuten. Der letzte Zug Richtung Flughafen verlässt Monastiraki um 19:21.
Der Athener Flughafen ist ein wichtiges Drehkreuz für die Ägäis, den Balkan und das östliche Mittelmeer. Delta und Olympic Airways bieten Nonstop-Flüge von und nach Nordamerika an, und viele europäische Fluggesellschaften bieten solche Flüge aus Europa an.
Es empfiehlt sich unbedingt, am Flughafen ein kostenloses Exemplar der Athens Public Transport Pocket Map mitzunehmen. Die Karte deckt das Zentrum Athens sowie den Hafenbereich Peiraias ab. Für Glyfada etc. gibt es weitere Karten.
Bahn
Die Anreise per Bahn ist eine ganz besonders schöne. Es dauert zwar zwei bis drei Tage, aber man erlebt eine Reise durch den Balkan, die einen für die Dauer der Reise mehr als entschädigt.
Bus
Auto
Schiff
Der Hafen von Piräus ist ca. 10 km von der Stadtmitte Athens entfernt und ist mit der U-Bahn und Bussen mit Athen verbunden. Am Hafen von Piräus finden Sie eine Gepäckaufbewahrung, sowie eine Bank, eine Geldwechselstube, Bars, Restaurants, einen Taxistand und vieles mehr. Von Bari (Italien), Kreta (Gr.), Istanbul und anderen Hafenstädten aus existieren Linienverbindungen von verschiedenen Anbietern. Ein weiterer Hafen ist in Rafina (80 km weit weg). Piräus liegt im Südwesten und ist für die Italienstrecke prädestiniert, Rafina im Osten, von wo es in Richtung Ägäis geht.
Mobilität
Auto / Motorrad / Roller
Vom Autofahren in Athen wird dringend abgeraten; die ungewöhnlich hohe Verkehrsdichte und das chaotische Fahrverhalten sorgen schon bei geringer Unachtsamkeit für Probleme. Die motorisierten Zweiräder sind da schon besser für Athen geeignet, gefährlich ist aber auch dieses. Aber niemand soll verschreckt werden. Es passieren wenig Unfälle, und wenn, passiert meistens nichts großes. Der Grund ist die niedrige Druchschnittsgeschwindigkeit. Es ist zwar rappelvoll, aber alle Verkehrsteilnehmer passen höllisch auf und fahren auch nicht so schnell wie beispielsweise in Deutschland. Roller kann man sich überall leihen (Vergleichen!), man sollte die Roller mit großen Rädern bevorzugen, da diese eine höhere Fahrstabilität aufweisen, was in staubigen Mittelmeerländern entscheidend sein kann.
Taxi
Da die Taxipreise in der Stadt sehr niedrig sind (Richtwert: Syntagma-Glyfada, d.h. etwa 20 Minuten Fahrt, ca. 10 Euro), sind Versuche von Fahrern, einen "günstigen" Pauschalpreis zu geben, meistens anders gemeint. Man sollte nur auf Taxameter fahren, es sei denn, man kennt sich aus. Auch sollte man an Taxiständen ein Taxi aus der Reihe/dem Pulk nehmen, und nicht daneben/davor stehende, auch wenn sie das erste Taxi in Reichweite wären. Versuche von Taxifahrern gerade im Bereich der Touristenattraktionen, mehr als den doppelten Fahrpreis herauszuschlagen, kommen vor. Sollte zuviel abgerechnet werden, sollte man eine Rechnung verlangen, sich die Fahrernummer notieren und den Vorfall bei der Touristenpolizei 171 melden.
Trinkgeld ist kein Muss.
Straßenbahn / Tραμ
Die Straßenbahn (Tram) ist zwar deutlich langsamer als die Metro, hat aber den entscheidenden Vorteil, bis nach Glyfada zu fahren. Dazu mehr im Abschnitt 'Ausgehen'. Die Tram muss man mal benutzen, denn so kann man entspannt viel von Athen sehen. Sie fährt zum Beispiel durch Neos Kosmos ("Neue Welt"), ein ehem. Einwandererviertel. Gut umsteigen zwischen Tram und Metro kann man z.B. am Syntagma-Platz und an der Fix-Station. Die Tram fährt von Athen aus nach Westen und biegt in Piräus nach Süden ab, wo sich das "Athener Naherholungsgebiet" (Strände, Beach Clubs etc.) befindet. Endstation ist der Ort Glyfada. Es gibt nur zwei Linien, die sich zu 80% gleichen. (Stand 9/2004)
Ein Ticket für die Straßenbahn (Tram) kostet 60 Cent (Stand Juli 2006).
Bus
In der Stadt verkehren Strombusse im schnellen Takt fast überall hin, dafür hält der Bus sehr oft. Ideal für den Stadtbereich. Es gibt selbstverständlich auch Überlandbusse, die die Region Attika bedienen. (KTEA)
Ein Ticket für den Bus kostet 50 Cent (Stand Juli 2006). Zum Flughafen gilt ein Sondertarif.
Metro / Μετρο
Anläßlich der Olympischen Spiele 2004 und wegen des immer größer werdenden Autoproblems hat die Stadt Athen ein modernes U-Bahnnetz aufgebaut, das in das S-Bahn-Netz integriert ist. Seitdem ist die Metro das Top-Verkehrsmittel in Athen: Schnell, sauber, sehr schön gestaltet. Alle touristisch interessanten Orte und Plätze wie z.B. die Akropolis sind leicht und günstig zu erreichen.
Ein Ticket für die Metro kostet 80 Cent (Stand Juli 2006). Zum Flughafen gilt ein Sondertarif.
Die Metrostationen sind z.T. kleine Museen. Da bei den Tunnelbauarbeiten in so einer geschichtsträchtigen Stadt wie Athen viel zeitgeschichtlich wertvolles Material gefunden wurde, hat man dieses in den Metrostationen ausgestellt (z.B. die Metrostation Syntagma ist einen Besuch wert). Die Metrostationen sind mit ruhiger Loungemusik untermalt, und z.T. vollständig mit weißem Marmor ausgekleidet. Die Metro ist im Moment (01/2006) die Modernste in Europa.
Tagesticket
Ein Tagesticket für den gesamten Nahverkehr kostet 3,50 Euro (Stand Juli 2006), ist aber nicht an allen Verkaufsstellen zu bekommen.
Sehenswürdigkeiten
Die Akropolis mit dem Parthenon gehört wahrscheinlich zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Athens. Aber auch die berühmten Altstadtviertel der sog. Plaka rund um die Akropolis (Metrostation Monastiraki) sowie die seit den Olympischen Spielen 2004 stark aufgewertete Fußgänger- und Schlemmerzone Psiri zwischen den U-Bahnstationen "Monastiraki" und "Thiseo" sind einen Besuch besonders in den lauen Sommernächten wert.
Einen sehr guten Überblick über die Stadt gibt es von der Georgios-Kapelle auf dem Likavitos-Hügel (nordöstlich des Syntagma-Platzes) aus. Dorthin kommt man am besten, wenn man die Ploutarchou-Straße nach Norden geht und dann die Funicular-Bahn nimmt, die ca. 150m steil bergauf fährt (Hin und zurück 4,50 Euro, Stand Juli 2006). Es empfiehlt sich, den Ausblick bei einem Drink im Café zu genießen.
Aktivitäten
Athen kann man gut "erlaufen", insbesondere der Innenstadtbereich ist seit dem Bau der Metro und Tram merklich vom Autoverkehr entlastet.
Einkaufen
Die Geschäfte haben lange (bis 21.00) geöffnet, was einem sehr entgegenkommt, allerdings ist dafür eine Mittagspause zu bedenken, die auch schonmal von halb zwei bis halb vier gehen kann. Außer Restaurants, Grillbuden, Kiosken etc. sind in dieser Zeit fast alle Geschäfte geschlossen. Athen wirkt in der - ziemlich heißen - Mittagszeit auch etwas ausgestorben, denn wer macht seine Besorgungen schon in der prallen Sonne.
Plaka
Die Altstadt von Athen, direkt nördlich der Akropolis. Enge Gassen, Krimskrams und Tourishops, scheinbar losgelöst von allen Ladenschlußgesetzen. Cafes und Restaurants säumen die Gassen. Leider gibt es im Umfeld viele Bordelle, zu deren Besuch einen ab und an irgendwelche Leute überreden wollen. Wenn man öfter abends im Zentrum lebt, kennen die entsprechenden Personen einen nach zwei Tagen und sprechen einen nicht mehr an.
Ermou
Die Fußgängerzone mit Markengeschäften. Sie beginnt am unteren Ende des Syntagma-Platzes und reicht nach Westen bis nach Monastiraki. Parallel dazu verläuft die Mitropoleos, quasi 1b Lage.
Kolonaki
Vom Syntagma-Platz aus nach Osten die Vassilissis Sofias-Straße entlang, links/nördlich am Parlamentsgebäude vorbei. Hier beginnt eine sehr schicke Gegend, in der sich auch viele Botschaftsgebäude und Institutionen angesiedelt haben. Nördlich der Sofiastraße liegen viele Boutiquen, Designergeschäfte etc., außerdem kommt man von dort auf den Likavitos-Hügel, von dem aus eine sehr schöne Aussicht zu genießen ist.
Kioske. Früher mit Zigarettenwerbung zugepflastert - seit der Olympiade 2004 nicht mehr - prägen diese hellbraunen Büdchen das Stadtbild. Pro Stadtviertel gibt es mindestens einen, der bis in die Nacht geöffnet hat. Das Sortiment ist äußerst vielseitig.
Küche
- Kalb
- Lamm
- Oliven
- Bifteki
- Moussaka
- Pastizio
- Bohnen
- Tomaten
- Ziegenmilchkäse
- Käse allgemein
- Huhn
Ausgehen
Ausgehen in Athen macht Spaß! Es ist lange warm, die Südeuropäer haben Spaß am Feiern und die Clubszene ist vielfältig. So ist Athen eine der lebendigsten Städte (oder gar die Lebendigste). Es ist erstaunlich, wie viele Athener man zu jeder Tages- und Nachtzeit auf den Straßen sieht.
Psirri heißt das Viertel, in dem sich das neue Nachtleben abspielt. Es ist am besten über die Metrohaltestelle Monastiraki zu erreichen, alternativ kann man auch von schönen Syntagma-Platz westlich durch die Fußgängerzone Ermou gehen. Man gelangt dann automatisch zur o.g. Metrostation. Hauptsächlich interessant ist der Bereich unmittelbar südlich von Monastiraki bzw. die Strecke zwischen Monastiraki und Thiseio weiter westlich sowie Plateia Iroon nörlich von Monastiraki und die Straße Aioloy nordöstlich von Monastiraki. Etwas außerhalb gibt es auch typische Großraumdiscos, die allerdings in ganz Europa ähnlich sind. In Psirri finden sich Lounge-Bars, Restaurants, Musiktavernen und vieles mehr.
Das "junge" Nachtleben spielt sich vor allem in den unzähligen Clubs und Bars in Glyfada (Tram-Haltestelle Paralia Glyfadas, fast eine Stunde Fahrt mit der Tram nach Süden von Syntagma aus) ab.
Sollte in Restaurants das Trinkgeld nicht bereits in der Rechnung eingeschlossen sein, sind 10% Trinkgeld üblich, ansonsten wird einfach aufgerundet. Man kann das Geld sowohl einfach hinterlassen als auch ggf. direkt bei der Bedienung bezahlen.
Unterkunft
Achtung! Kleinere Hotels werden systematisch geschlossen, damit Touristen höhere Betraege für Übernachtung ausgeben ! Hier mangelt es durchaus nicht an Unverschaemtheit,was die Preise betrifft ! Im Niedrigpreisbereich steht eigentlich nur die Jugendherberge zur Verfügung (Victor Hugo Strasse).
Lernen
Arbeiten
Was für Aussenstehende sehr unmenschlich erscheint, nämlich die hohe Wohndichte und das griechische Chaos, erweist sich für Einheimische und solche die es werden wollen als sehr vorteilhaft. Es ist sehr einfach als Einwohner in einem Viertel kontakte zu knüpfen und Leute kennenzulernen. Diese Offenheit zu Mitmenschen hat viele Ausländer auch trotz der oft schwereren Verdienstmöglichkeit nach Griechenland gezogen.
Sicherheit
Die enge Verbundenheit der Athener mit ihrem Viertel (eigentlich müßte es sub-Viertel heißen, denn es gibt dutzende) hat bisher die Entstehung von Slums (siehe Einwohnerzahl im Infokasten!) verhindert. Man kennt sich, grüßt sich und wechselt ein paar Worte. So bleiben die "Viertel" zwar klein, aber dafür nicht anonym. Viele Athener leben tatsächlich ein Leben lang in Ihrem Viertel, und sind so ein fester Teil des Lebens dort.
Man kann bedenkenlos nachts durch die Straßen schlendern. Auf der Sygrou befinden sich in Richtung stadtauswärts (Vorort "Kallithea") so viele Bordelle, dass man gerne durch die neben der Straße liegenden Viertel geht, damit man nicht ständig von den Türstehern angelabert wird. Diese "Ansprecher" sind zwar ungefährlich (schließlich sehen sie den potentiellen Kunden :), aber nervig - und sind nach ein paar deutlichen Worten auch ruhig.
Da das Leben hier eh bis spät in die Nacht geht, sind bestimmte Stellen nie leer. Wenn man also nachts mal den Faden verloren hat, ist es ratsam, sich zum Syntagma durchzufragen - oder eines der preiswerten Taxi zu nehmen - und von da aus weiter zu ziehen.
Die Gegend zwischen Omoniaplatz (der eigentlich ein Großer Kreisverkehr ist) und Bahnhof hat nicht den besten Ruf, aber das hat auch den Grund, dass diese Ecke nicht wirklich schön ist (im Vergleich zu vielen anderen Stellen in der Stadt). Aber auch die klassischen Bahnhofsklischees wie Drogenhandel und Taschendiebstahl, die es auch im sonst so friedlichen Athen gibt, tragen zum Ruf bei.
Die Metro - in vielen Städten ein nicht gerade sicherer Ort - ist aufgrund ihres recht jungen Alters auch unter Sicherheitsaspekten geplant worden. Man kann sagen, es ist geglückt. Die (kritisch zu betrachtende) Kameraüberwachung und die helle, übersichtliche Gestaltung lassen kein Gefühl von Unwohlsein aufkommen. Außerdem wird (Stand Oktober 2004) die Metro nachts abgeschlossen, was Obdachlose - die es sowieso kaum gibt - fernhält.
Gesund bleiben
Es ist schwerer, in Athen krank zu werden, als gesund zu bleiben! Das chlorierte Leitungswasser hat Trinkwasserqualität, auch wenn die Färbung das nicht immer vermuten lässt. Es gibt ausreichend Ärzte aller Fachrichtungen. Auch Krankenhäuser sind, wie man es von einer europäischen Hauptstadt erwartet, in genügender Anzahl vorhanden. Die Apotheken wirken - insbesondere abseits des Zentrums - manchmal etwas heruntergekommen, aber Apotheker verdienen nicht annähernd so viel wie in Deutschland. Da es aber einen ähnlichen Medikamentenlieferdienst gibt, sind eigentlich alle Arzneimittel in sehr kurzer Zeit verfügbar. Falls ein Medikament nicht unter dem selben Markennamen vertrieben wird, gibt es auf jeden Fall eine Alternative mit anderem Namen. Die Medikamente sind sehr preiswert, so dass es sich lohnt Standardmedikamente wie Aspirin o.ä. "auf Vorrat" zu kaufen.
Klarkommen
Kommunizieren
Man kann nicht davon ausgehen, sich z.B. mit Taxifahrern gut auf Englisch verständigen zu können. Insbesondere falls die Reise in die Außenbereiche Athens führen sollte, empfiehlt sich eine Karte, um das Ziel klarmachen zu können. Ein Straßenname ist dann im allgemeinen nicht ausreichend.