Costa Rica Travel Guide

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Costa Rica liegt in Mittelamerika. Angrenzende Länder sind Nicaragua im Norden und Panama im Süden.

Flagge
Flagge von Costa Rica
Kurzdaten
Hauptstadt San José
Staatsform Republik
Währung Costa Rican Colón (CRC)
Fläche 51.100 km²
Bevölkerung 3,96 Mio
Amtssprache Spanisch
Religion Römisch Katholisch 76,3 %, Evangelisch 13,7 %, Zeugen Jehovas 1,3 %
Telefonvorwahl +506
Internet TLD .cr
Zeitzone MEZ-7h

Inhaltsverzeichnis

Regionen

Karte von Costa Rica

Offiziell (politisch) ist Costa Rica in sieben Provinzen geteilt:

  • San José
  • Heredia
  • Alajuela
  • Cartago
  • Limón
  • Guanacaste
  • Puntarenas

Zudem existiert eine touristische Einteilung in Regionen:

Städte

Die größten Städte sind San José, Alajuela, und Heredia. Wichtige Hafenstädte sind Limón und Puntarenas.

Weitere Ziele

Hintergrund

Flora und Fauna

Für Naturliebhaber ist Costa Rica - zu Recht - ein Paradies. Costa Rica umfasst 12 unterschiedliche Vegetationszonen: unter anderem Mangroven- und Feuchtgebiete, Regen- und Trockenwälder, der "páramo" in über 3.000 Meter Höhe. Costa Rica gehört damit zu den artenreichsten Ländern der Erde, rund fünf Prozent aller bekannten Arten bewohnen die verschiedenen Lebensräume. Und ein Zehntel aller Vogelarten leben in Costa Rica. Diese Artenfülle verdankt das Land seiner Lage am Übergang zwischen zwei Kontinenten. An den Küsten und Flussmündungen findet man Brackwassergebiete, in denen Mangroven gedeihen. Diese Pflanzen bieten zahlreichen Tierarten einen idealen Lebensraum - auch wenn sie nicht besonders attraktiv wirken. Krokodile, zahlreiche Vögeln, Reptilien und Amphibien sowie Kleinsäuger findet man hier. In den Feuchtgebieten Costa Ricas leben zahlreiche Vögel, Krokodile, Affen und viele andere Tiere. Während der Regenzeit werden die Feuchtgebiete regelmäßig überflutet, in der trockenen Jahreszeit stellen sie dagegen riesige Wattflächen dar. Das komplexeste Ökosystem der Erde ist der Regenwald. Über 50 Prozent aller weltweit bekannten Arten leben im Regenwald. Es existieren 13 Typen von Regenwäldern, u.a. den Klassiker, den tropischen Tieflandregenwald. Der tropische Tieflandregenwald besteht aus mehreren Geschossen. Nur ein geringer Prozentsatz der Sonne, ungefähr 10 Prozent, erreicht den Urwaldboden. Aus diesem Grund leben hier nur genügsame Pflanzen, man nennt diese Etage auch die Bodenschicht. Die nächste Etage, der sogenannte Unterwuchs, wird von niederen und jungen Bäumen bewohnt. In der Mittelschicht findet man dann mittelhohe Bäume von fünf bis 20 Metern. Die obere Etage zeichnet sich durch gigantische Bäume aus, die 20 bis 40 m hoch werden und riesige Blattkronen entfalten. Diese bilden ein dichtes grünes Dach, aus dem vereinzelte Urwaldriesen, sogenannte "Überständer", herausragen. Diese gigantischen Bäume können Höhen von 60 Metern und mehr erreichen. Den echten Tieflandregenwald kann man am besten in der Region am Golfo Dulce bewundern. Neben dem Tieflandregenwald finden sich auch Gebirgs- und Nebelregenwälder. Abgesehen davon gibt es im Norden Costa Ricas noch Trockenwälder. Hier ist der Artenbestand deutlich geringer, die Bäume werden in der Regel nicht höher als 15 Meter. Trockenwälder bestehen aus drei Etagen, der Boden, bestehend aus Gebüsch und Gras, dem unteren Stockwerk, bestehend aus Bäumchen und Sträuchern und dem oberen Stockwerk mit großem, offenen Blätterdach. Wie schon angesprochen, ist auch die Fauna Costa Ricas sehr artenreich. Die meisten Tierarten leben im tropischen Regenwald: Affen, Vögel, Insekten, Reptilien und Amphibien - aber auch große und kleine Säugetiere.

Anreise

Flugzeug

Zwei internationale Flughäfen: Alajuela/San José ("Juan Santamaría") und Liberia ("Daniel Oduber") Für lokale Flüge innerhalb Costa Ricas gibt es zwei nationale Airlines: Nature Air und SANSA Linienflüge ab San José nach: Golfito, Palmar Sur, Drake Bay, Manuel Antonio, Tamarindo, Liberia, Tortuguero und andere.

Bahn

Nur noch eine Linie von San José nach Puntarenas als Touristenattraktion, vor allem auch für Costaricaner. Der Bus nach Puntarenas ist viel schneller. Es geht um das Erlebnis "Zugfahren".

Bus

Gute Verbindungen mit öffentlichem Bus ab der Hauptstadt San José. Ein Fahrplan ist beim offiziellen Tourismusinstitut zum Download zu finden. www.visitcostarica.com Für andere Verbindungen gibt es auch die Shuttle Busse Interbusfür Touristen. Internationale Verbindungen in ganz Zentralamerika mit Ticabus bis nach Tapachula (Mexico) im Norden und Panama City im Süden.

Auto

Es gibt zahlreiche Mietwagenagenturen in Costa Rica, sowohl internationale Firmen (wie z.B. National) als auch lokale Vermieter (wie z.B. Mapache Rent A Car). Es ist nicht möglich, mit dem Mietwagen die Grenzen nach Nicaragua oder Panama zu überqueren. Das Mindestalter um ein Auto zu mieten, liegt bei 21 Jahren. Es empfiehlt sich, ein 4x4 Wagen zu mieten, denn die Straßenverhältnisse sind außerhalb des "Valle Central" (Region um San José) nicht überall gut, vor allem in der Regenzeit. Viele touristische Zentren (wie Monteverde) können ohne 4x4 nur sehr unkomfortabel besucht werden. Strassen können oftmals nur als Schotterpiste bezeichnet werden, sind aber mit einem konventionellen PKW, während der Trockenzeit, durchaus befahrbar.

Schiff

Mobilität

Busse und Taxis decken fast sämtliche Ziele ab, durch den miserablen Zustand der Straßen (und meistens auch der Fahrzeuge), sollte man sich allerdings auf andere Verhältnisse einstellen, was Schnelligkeit etc. angeht. Busse und Taxis sind sehr billig, verglichen mit Europa (z.B. eine Stunde Busfahrt kostet grob gerechnet etwa 3-4 US$, eine Stunde Taxifahrt zwischen 10 und 20 US$).

Innerhalb des Großraumes San Jose gibt es ein weitreichendes, undokumentiertes Netz von "Linienbussen". Die jeweiligen Endhaltestellen sind auf die Windschutzscheibe geschrieben. Die Fahrpreise bewegen sich zwischen 70 und 500 Colones.

Vom Flughafen in die Stadt

Der Bus ist zugleich die billigste Art vom Flughafen in die Innenstadt zu gelangen. Während ein Taxi umgerechnet ca. 12 US-$ kostet, kann man für ca. 2-3 $ mit dem Bus fahren.

Sprache

In Costa Rica kommt man größtenteils verhältnismäßig gut mit Englisch über die Runden. Ein paar Sätze Spanisch können aber auch hier nur hilfreich sein und einem dazu verhelfen, mit den Einheimischen besser in Kontakt zu kommen. Außerhalb von touristischen Gebieten kann es wohl einmal vorkommen, dass man mit Englisch nicht zum Ziel kommt, doch dies ist sicher eher selten der Fall. Meistens verfügen die Restaurants sogar über englische Speisekarten. An der Karibik sprechen auch die Einheimischen unter einander Englisch.

Algún „tiquismo“: (Hier einige spezielle costaricanische Ausdrücke, die man immer und überall hört:)

  • la bomba = Tankstelle
  • buena nota = ok, super
  • chapulines = eine “Gang”, häufig von jungen Dieben
  • chunche = Ding, fast alles wird „chunche“ genannt
  • cien metros = einen Häuserblock
  • ¿hay campo? = Gibt es noch Platz? (z.B. im Bus)
  • macha/machita = blonde Frau
  • pulpería = kleiner Laden
  • soda = Kleines Restaurant
  • ¡Pura Vida! = Super!, Cool!, oder einfach um jemanden zu begrüssen, sich zu verabschieden oder als Antwort auf die Frage "Wie geht es dir?"
  • Tuanis = Cool! (stammt aus dem Englischen "too nice")
  • Mae = Sehr geläufiger Ausdruck als Anrede unter Jugendlichen
  • Tico/Tica = Bezeichnung für Costa-Ricaner, sie bezeichnen sich auch selbst so, sehr verbreitet
  • chanclas/chancletas = Flip Flops (Badelatschen)
  • tucan = 5000colones Schein (Einheimische Währung)
  • bombillo = Glühbirne
  • manteca = Mutter oder/auch (Brat)-Fett

Aktivitäten

Costa Rica bietet gleichermaßen für Sport- und Erholungssuchende ein unheimlich vielfältiges Programm. Wer allerdings geharkten, weißen Sandstrand a la Malediven erwartet, wird enttäuscht werden, hier erwarten einen großteils naturbelassene Traumstrände, die sich für vielerlei Wasseraktivitäten eignen. Schwimmen kann man gleichermaßen auf der Karibik- oder Pazifikseite, das Wasser ist eigentlich immer angenehm warm. An manchen Stellen gibt es gefährliche Strömungen, bitte erkundige dich unbedingt, wo du gefahrlos schwimmen kannst.

Surfen geht ebenfalls fast überall - am besten an der Pazifikküste (beliebt im Norden: Malpaís/Santa Teresa , Jacó, Tamarindo, Hermosa, im Süden: Dominical, doch auch südlich von Puerto Viejo an der Karibikseite gibt es sehr gute Plätze. Für Windsurfer empfiehlt sich der See Arenal, er ist aber für Anfänger nicht geeignet. Segeln und Motorboot fahren? Kein Problem, ebenso Hochseefischen. Fürs Hochseefischen ist die Pazifikseite besser geeignet, und hier speziell die Bucht von Nicoya und der Golfo Dulce. Der Golfo Dulce ist relativ tief, hier finden sich viele Hochseefische wie Blue Marlin, Segelfisch und andere. Abgesehen davon gibt es hier viele Delfine und die großen, ungefährlichen Walhaie.

Das große Tauch-Eldorado ist Costa Rica nicht. Andererseits gibt es an der Pazifik-, wie auch an der Karibikküste, einige gute Tauch- und Schnorchelplätze. Zwei Weltklasse-Tauchplätze sollten allerdings nicht unerwähnt bleiben: Costa Rica (Kokosinsel), die allerdings knapp 500 Kilometer weit im Pazifik liegt und die Costa Rica vor der Drake Bay.

Kajak fahren kann man mittels eines Küstenkajaks fast überall. Auch hier bietet sich wieder der Golfo Dulce mit seinem ruhigen Wasser und seiner phantastischen Natur an. Natürlich kann man auch auf den zahlreichen Flüssen in Costa Rica Kajak fahren. Ein kleines Abenteuer ist das River-Rafting. Hier befährst du mit einem Schlauchboot einen mehr oder weniger wilden Fluss, das ist auch für Anfänger geeignet.

Wandern und Bergwandern kann man überall in Costa Rica. Da bieten sich zum einen die verschiedenen Berge an, zum anderen hat man die Auswahl zwischen Savannen im Nordwesten, Nebelwäldern in Monteverde, tropische Regenwälder an der karibischen Seite und dem gigantischen Tieflandregenwald in der Region Golfo Dulce. Wichtig sind Regen- Sonnen- und Mückenschutz, außerdem wadenhohe, bequeme Wanderschuhe und möglichst ein Fernglas.

Reiten kann man ebenfalls überall im Land, mit oder ohne Führer. Tennis und Golf sind nicht so verbreitet, im Gegensatz zu Canopy. Beim Canopy schwebt man an einem Stahlseil zwischen den Baumkronen des Regen- oder Nebelwaldes - ob man dort allerdings - wegen zu großer Vermarktung - noch die Flora und Fauna genießen kann, ist zweifelhaft. Radfahren ist in Costa Rica weitverbreitet, an vielen Stellen kann man sich Räder mieten. Doch Vorsicht: Nach Einbruch der Dunkelheit vielbefahrene Straßen meiden - Unfallgefahr.

Touristen dürfen in Costa Rica nicht jagen, Waffen dürfen nicht eingeführt werden. Angeln ist mit einer Lizenz möglich, die bekommst du von deiner Lodge oder deinem Reiseveranstalter.

Kaufen

Küche

Alltägliche Gerichte sind: Gallo Pinto zum Frühstück (Reis, schwarze/rote Bohnen, Koriander, Zwiebel - alles gemischt) meist mit Rührei dazu oder Spiegelei. Casado zum Mittag oder Abendessen (Reis, schwarze/rote Bohnen (dieses Mal nicht miteinander gemischt) dazu ein Stück Fleisch oder Hühnchen oder Fisch, Salat, gebratene Kochbanane und etwas Gemüse) Die vielen Fruchtsäfte oder Milchshakes aus reifen exotischen Früchten (Mango, Papaya, Guanábana, Maracuya, Cas, Melone...) sind nicht wegzudenken! und natürlich Kaffee! Für Europäer unbekannt ist die Pejibaye - eine Palmfrucht. Mach isst sie gekocht und meist mit Mayo.

Ausgehen

In San José gibt es ein großes Angebot, um auszugehen. Bei Touristen und Einheimischen gleich beliebt ist das "Centro Comercial El Pueblo", oder einfach nur "El Pueblo" mit vielen verschiedenen Bars, Diskotheken, Restaurants und Souvenir-Shops. Für die Salseros zu empfehlen ist die "Castro's Bar" (eigentlich eine Diskothek und nicht eine Bar) im "Barrio México". Außerhalb von San José findet sich in jeder Ortschaft mindestens eine Bar wo auch getanzt werden kann, aber unter der Woche ist nicht unbedingt viel los.

Schlafen

Einfache Unterkünfte bieten Hostales und Backpacker-Herbergen. Ab umgerechnet 8 US-$ sollte man in San José eine Unterkunft finden. An den Küsten sind die Preise (saisonabhängig) etwas höher. Im Vergleich zu den angrenzenden Ländern Nicaragua und Panama sind die Unterkünfte in Costa Rica nicht extrem billig. Wer ca. 20 $ p.P. und Nacht veranschlagt sollte gut hinkommen.

Lernen und Arbeiten

Feiertage

Sicherheit

Costa Rica ist ein phantastisches und auch ein sehr sicheres Reiseland. Es gibt seit über 50 Jahren kein Militär, keine Guerilleros, keine Terroristen, die Polizei ist teilweise korrupt aber zumindest freundlich - was will man mehr. Trotzdem muß man auch hier einige Dinge beachten. Das gilt speziell für San José sowie den Süden der karibischen Küste. Hier sind Diebstähle an der Tagesordnung, auch Überfälle kommen vor. Wertsachen sollten nicht im Hotelzimmer verbleiben, die gehören in den Hotelsafe, Safe-Quittung nicht verlieren. Wenn du Wertsachen, z.B. Kameras, Portemonnaies, Bargeld, Schmuck oder schöne Uhren offen zeigst, ist das für Taschendiebe eine Einladung. Dein Gepäck solltest du nicht für 10 Sekunden aus den Augen und schon gar nicht im Mietwagen liegen lassen. Auch im Gepäckabteil der Busse ist dein Gepäck nicht unbedingt sicher, also bitte darauf achten. Taschendiebe sind besonders in San José und in Bussen aktiv.

Gesund bleiben

Impfungen sind zur Einreise keine vorgeschrieben. Malariaprophylaxe wird zum Teil von den Europäischen Ärzten noch empfohlen, der letzte Fall von Malaria in Costa Rica liegt aber schon weit zurück. Am besten nimmt man Malariamittel (z.B. Lariam oder Generika) als Stand-By Medikament mit. Viel weiter verbreitet ist das Dengue Fieber. Die Symptome sind ähnlich wie bei Malaria, aber es gibt weder Prophylaxe noch Medikamente dagegen. Deshalb: unbedingt vor Mückenstichen schützen! (kein Parfüm benutzen, Autan/Anti Brumm/OFF! benützen, abends lange Kleidung). In Costa Rica kann man das Leitungswasser überall trinken. AUSNAHME: SIXAOLA

Erstaunlicherweise kommen in Costa Rica mehr Vergiftungen durch Pflanzen als durch Tiere vor, meist sind Touristen davon betroffen, die ohne weitere Kenntnis alle ihnen unbekannten Früchte probieren. Das sollte man natürlich tunlichst lassen, es sei denn, man ist sich ganz sicher, um welche Frucht - oder Nuss - es sich handelt. An giftigen Tieren wären Vogelspinnen zu erwähnen, deren Bisse jedoch in der Regel wie Bienenstiche sind. Die sehr seltenen Skorpionstiche verlaufen ebenfalls meist glimpflich.

Außer einigen relativ ungefährlichen Meeresbewohnern und Insekten kommen jedoch auch Giftschlangen in Costa Rica vor - und zwar 19 Arten. Und von diesen können wenige Arten gefährliche Giftbisse anbringen. Es sind dies die > Korallenschlangen (Echte), > Buschmeister, > Lanzenottern und > Palmenvipern. Giftschlangenbisse können relativ einfach vermieden werden. Ziehe dir bei Touren oder Wanderungen angemessene Kleidung an. Dazu gehören lange, nicht eng anliegende Hosen, festes, hohes Schuhwerk und ein Hut. Hüte bieten einen sehr guten Schutz gegen baumbewohnende Schlangen. Bei Wanderungen bevorzugt dorthin treten, wo man sicher sein kann, dass sich dort keine Schlange befindet, also bespielsweise nicht durch unübersichtliches Gestrüpp oder Gras laufen. Beim Übersteigen von toten oder umgefallenen Baumstämmen besonders acht geben, Schlangen lieben solche Verstecke. Manche Schlangen leben an Baumstämmen, auf Ästen, Zweigen oder auch Astgabeln. Es ist daher ratsam, sich dort nur festzuhalten oder anzulehnen, wenn man sich überzeugt hat, dass sich dort keine Schlange niedergelassen hat. Klar dürfte sein, dass man ebenfalls nicht in uneinsichtige Höhlen oder Löcher greift und barfuß gehen sollte man ebenfalls tunlichst vermeiden. Einige Schlangen haben Tarnfärbungen und sind deshalb relativ schlecht zu entdecken, das gilt sowohl für boden- als auch für baumbewohnende Arten. Solltest du doch einmal unvermittelt vor einer Schlange stehen gilt: Ruhe bewahren, hektische Bewegungen vermeiden und sich ganz langsam zurückziehen. Die meisten Schlangen sehen relativ schlecht und reagieren in der Regel eher auf sich bewegende Objekte. Bei Übernachtungen in direkter Naturnähe empfiehlt es sich auch, Schuhe, Kleidung und Bettzeug vor der Nutzung zu inspizieren. Wenn du diese einfachen Vorsichtsmaßnahmen beachtest, ist eine Gefahr fast auszuschließen, zumal Schlangen kaum aggressiv sind und Menschen aus dem Weg gehen. Klar, wenn man auf sie tritt oder sie sich bedroht fühlen, versuchen auch sie sich zu wehren. Sollte es doch einmal zu einem Giftunfall kommen, beachte bitte folgendes: Ruhe bewahren, keine Panik aufkommen lassen. Wenn möglich, die gebissene Extremität ruhigstellen (Bein schienen, Arm in Schlinge legen). Schmuck, wie Ringe oder Armbänder abnehmen, durch eine evtl. Schwellung könnte die Gefahr einer Abschnürung bestehen. Falls möglich, die Schlange identifizieren. Selbstverständlich ist sofort ein rascher Transport zum nächsten Arzt oder in die nächste Klinik notwendig, wo dann weiterbehandelt wird. Bei schwereren Giftunfällen wird in der Regel Antiserum, also ein Gegenmittel, verabreicht. WICHTIG: Nach neuesten Erkenntnissen sollte man KEINESFALLS die Bissstelle erweitern, also weder ein- oder ausschneiden, auspressen oder aussaugen. Die vielfach angebotenen "Snkakebite Kits" erwiesen sich in diesem Zusammenhang in der Praxis nicht nur als nutzlos, sondern als gefährlich. In älterer Literatur ist vielfach noch vom Abbinden des betroffenen Körperteils zu lesen, davon wird heutzutage dringend abgeraten, ebenso von Erwärmen oder Kühlen der Bisstelle. Hausmittel, Alkohol und Kaffee sind ebenfalls nicht nur nutzlos, sondern gefährlich.

Klima

Costa Rica unterscheidet grundsätzlich zwischen Regen- und Trockenzeit. Die Regenzeit beginnt im Mai und endet Mitte November. Trockenzeit fällt auf die übrigen Monate - Dezember bis einschließlich April. Als beste Reisezeit haben sich mittlerweile die Monate November bis Juli herausgestellt, Oktober bis Mitte November sind aber sehr regenreich. Glücklicherweise regnet es auch zur Regenzeit nur kurz und meist Nachts, was für angenehme Termperaturen sorgt, im übrigen wirkt die Natur zu dieser Zeit weitaus lebendiger. Außerhalb der Hochsaison (Dezember bis April) kann man erheblich günstiger reisen, Hotels, Autovermietungen etc. gewähren dann teils erhebliche Rabatte.

Respekt

Die Umgangsformen in Costa Rica sind recht steif. Im Gegensatz zu Spaniern nennen die Ticos ihr Gegenüber selten beim Vornamen. Das Klassenbewusstsein ist immer noch stark ausgeprägt, Bauern und Arbeiter ordnen sich gesellschaftlich scheinbar höher Stehenden unter. Das Siezen ist fast obligatorisch, geduzt werden nur Freunde, Verwandte und Bekannte. Man legt ebenso Wert auf berufliche Titel und benutzt sie auch in der Anrede. Bei der Wahl der Kleidung sind die Costaricaner konservativ, außer am Strand sind Badesachen verpönt. (Auszug mit freundl. Genehmigung countrytotal.info) Klima San José: Temperatur: Jan Feb Mar Apr Mai Jun 23.1 23.6 24.2 24.7 23.9 23.5 [°C] Jul Aug Sep Okt Nov Dez 23.5 23.4 22.8 22.6 22.9 23.0 [°C]

Kommunizieren

In Costa Rica gibt es Telefonzellen fast an jeder Ecke. Am besten kauft man sich eine Telefonkarte. Es gibt zwei Sorten davon: die eine funktioniert mit Chip, die andere mit einem PIN-Code. Die PIN-Code Karte ist zu bevorzugen, da nicht alle öffentlichen Telefone die Chip-Karte akzeptieren. Diese Karten werden fast überall in kleinen Geschäften verkauft, in San José zudem auf der Straße. Die Karten sind für 500, 1000 oder 3000 Colones zu erhalten. Für internationale Gespräche braucht man die 3000 Colones Karte. Damit kann man ungefähr 10 min in die Schweiz oder nach Deutschland telefonieren. Lokale Gespräche sind dagegen sehr günstig.

Internetcafés sind weit verbreitet. Fast in jedem Dorf gibt es wohl Internetcafés. Die Kosten variieren stark. Für eine Stunde bezahlt man ungefähr von 150-700 Colones. Zum Teil gibt es Rabatt für Studenten - nachfragen.

Weblinks

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