Deutschland Travel Guide

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Deutschland ist der größte Staat in Mitteleuropa mit der vollständigen Staatsbezeichnung Bundesrepublik Deutschland. Deutschland ist Mitgliedsstaat der Europäischen Union und gehört dem Schengener Abkommen an.

Position
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Flagge
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Kurzdaten
Hauptstadt Berlin
Staatsform Bundesrepublik
Währung Euro
Fläche 357.021 km
Bevölkerung 83 Mio.
Sprachen Deutsch
Stecksysteme Europäischer Stecker
Telefonvorwahl +49
Internet TLD .de
Zeitzone UTC +1

Inhaltsverzeichnis

Regionen

Geschichtlich bedingt spielen die Regionen auch heute in Deutschland noch eine große Rolle. Die Vielfältigkeit Deutschlands spiegelt sich deutlich in der Vielzahl der Regionen mit ihren spezifischen Eigenarten wider.

Karte von Deutschland

Die Bundesrepublik Deutschland ist in 16 Bundesländer gegliedert:

Andere bedeutende Regionen sind von Nord nach Süd:

Touristisch relevante Regionen finden sich auch in der Liste deutscher Feriengebiete.

Städte

Skyline von Frankfurt am Main
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Skyline von Frankfurt am Main

Bundeshauptstadt ist Berlin, das von 1961 bis 1989 durch die Berliner Mauer geteilt war und heute ein kulturelles Zentrum Deutschlands darstellt. Weitere wichtige Städte sind die Hafenstadt Hamburg, die bayerische Landeshauptstadt München, die Bankenstadt Frankfurt am Main, Köln mit dem Dom und Mainz als Karnevals- bzw. Fastnachtshochburgen, Weimar als Stadt Goethes und Schillers und viele andere mehr wie das romantische Heidelberg mit seinem Schloss, das verträumte Freiburg mit dem schönsten Turm der Christenheit, die Main-(Wein)metropole Würzburg, die Städte im Ruhrgebiet, das mittelalterliche Rothenburg ob der Tauber und Dresden mit der Semperoper.

Nicht vergessen werden sollte in dieser Aufzählung aber auch die heutige Bundesstadt Bonn, die nach dem 2. Weltkrieg bis 1989 Bundeshauptstadt und damit auch das politische Zentrum der Bundesrepublik war. Obwohl immer nur als Übergang-Hauptstadt geplant, hat sich dieses Provisorium doch lange gehalten.

Weitere Ziele

Neben den Inseln und der Küste an Nord- und Ostsee sind insbesondere die Mittelgebirge wie der Schwarzwald oder das Sauerland wichtige Urlaubsgebiete. Der Bodensee und der Bayerische Wald und die Weinregion Franken im Süden, der Harz in der Mitte, die Mecklenburgische Seenplatte im Nordosten sind nur weitere Beispiele für touristische Gegenden.

Für Radtouren bietet sich das Münsterland mit seiner Parklandschaft an.

Das Ruhrgebiet bietet neben vielen musealisch aufbereiteten technischen Großanlagen des 19. und 20. Jahrhunderts die höchste Dichte verschiedener öffentlicher Trendsportanlagen in Deutschland.

Sehenswerte Eisenbahnen in Deutschland

Bundesgolddörfer wurden beim alle drei Jahre stattfindenden Bundeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zunkunft" ausgezeichnet. Als Markenzeichen bieten diese ein gepflegtes Ortschaftsbild und viele Aktivitäten der Bevölkerung.

Hintergrund

Seit jeher spielte die Kleinstaaterei in Deutschland eine große Rolle, was sich auch in der späten Gründung des Nationalstaates 1871 zeigte. Der Kleinstaaterei ist allerdings auch ein von vielen Deutschen als besonders erachteter Kulturreichtum zu verdanken. Nach dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) brach das zweite Kaiserreich zusammen, 1919 wurde die Weimarer Republik gegründet. 1933 kamen die Nationalsozialisten mit Adolf Hitler an die Macht und entfesselten den Zweiten Weltkrieg (1939-1945), in dem etwa 50 Millionen Menschen, starben. Darüber hinaus ermordeten die Nazis zwischen 1933 und 1945 mehr als 6 000 000 europäische Juden in Konzentrations- und Vernichtungslagern (u.a. in Auschwitz), darunter 1 500 000 Kinder (Holocaust). Nach Ende des Krieges wurde Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Während aus den drei westlichen, ehemals britischen, amerikanischen und französischen Besatzungszonen 1949 die wirtschaftsliberalistische und marktwirtschaftlich orientierte Bundesrepublik entstand, wurde in der sowjetischen Besatzungszone die sozialistische und planwirtschaftlich orientierte Deutsche Demokratische Republik (DDR) gegründet. Als Folge des Wirtschaftswunders in den 1950er-Jahren in der Bundesrepublik wanderten viele Ostdeutsche aus. Diesem Verlust an gut Ausgebildeten setzte die DDR-Führung 1961 ein Ende, als mit dem Bau der Berliner Mauer auch das Schlupfloch Berlin geschlossen wurde. Erst das Ende des Kalten Krieges leitete die Friedliche Revolution (1989) ein, die am 9. November 1989 zum Fall der Mauer und am 3. Oktober 1990 zur Auflösung der DDR in die Bundesrepublik führte. Seither haben die wirtschaftlichen Missstände - bedingt durch politische Fehlentscheidungen (u. a. das nie eingehaltene Versprechen, im Osten "blühende Landschaften" zu erschaffen und die Lüge, die Wiedervereinigung sei zum Nulltarif zu bekommen) - in Deutschland stetig zugenommen. Insbesondere im Osten hat dies zu einer signifikanten Zunahme rechtsextremer Gewalt geführt. Außerdem ist als Konsequenz der Beteiligung Deutschlands an Kriegen gegen islamische Staaten eine Bedrohung durch gewaltbereite Islamisten entstanden. Derzeit drohen Steuererhöhungen und Kürzungen der staatlichen Leistungen die wirtschaftliche Lage weiter zu verschlechtern.

Anreise

EU-Bürger können mit einem gültigen Identitätsausweis einreisen, für Bürger vieler anderer westlicher Staaten genügt ein Reisepass. Ansonsten ist ein Visum zu beantragen, welches auch für die anderen Schengen-Länder gültig ist.

Flugzeug

Die wichtigsten Flughäfen Deutschlands sind Frankfurt am Main (FRA),Stuttgart (STR) München (MUC) und Düsseldorf (DUS). Die Flughäfen Berlins (TXL, SXF und THF), Hamburg (HAM) sowie Köln-Bonn (CGN) sind darüber hinaus für internationale Flüge wichtig.

Billigfluggesellschaften wie Ryanair landen darüber hinaus auf kleineren Flughäfen wie Hahn im Hunsrück (HHN), Karlsruhe/Baden-Baden (FKB), Dortmund (DTM), Paderborn (PAD), Lübeck (LBC), Weeze (Niederrhein-Airport) (NRN), Altenburg (AOC), Friedrichshafen (FDH) und Zweibrücken (ZQW). Von hier aus existieren meist Busverbindungen, ab Friedrichshafen sogar eine Bahnverbindung in die nächsten großen Städte. Gegebenenfalls sind höhere Kosten für die Bus- bzw. Bahnfahrt einzurechnen.

Bahn

Deutschland ist nahezu perfekt an das europäische Hochgeschwindigkeitsbahnnetz angeschlossen. Grenzüberschreitenden Regionalverkehr gibt es allerdings kaum, in den wenigen Fällen, wo er existiert, muss man - zumindest bei der Deutschen Bahn - mit altmodischem Wagenmaterial rechnen. Eine Bahnreise ist im Vergleich zum Flugverkehr relativ teuer, kann allerdings auf kürzeren Strecken Zeit sparen.

Bus

Busfahrten ins Ausland werden von der Deutschen Touring (Deutsche Bahn Gruppe) angeboten.

Auto

Bis auf Tschechien besitzt jedes Nachbarland eine Autobahnanbindung von Deutschland.

Schiff

Einzig nennenswerte Fährverbindungen existieren von Hull nach Hamburg sowie zwischen diversen Ostseestädten. Es verkehren regelmäßig Personenschiffe zwischen Wien und Passau.

Mobilität

Flugzeug

Es gibt in Deutschland ein sehr gut ausgebautes Linienflugnetz, selbst einige der kleinsten Flughäfen wie Uetersen (bei Hamburg) sind per Linienflug zu erreichen. Diese Flüge sind oftmals (bei rechtzeitiger Vorausbuchung) aufgrund der niedrigen Preise der Deutschen Bahn vorzuziehen. Außerdem existieren Mitflugzentralen. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Regionalflughäfen in vielen Fällen sehr weit von den namensgebenden Städten entfernt liegen. So befindet sich der so genannte Flughafen „Frankfurt“-Hahn in einem völlig anderen Landesteil als die Stadt Frankfurt am Main.

Bahn

ICE

ICE ist die Abkürzung für die Zuggattung InterCityExpress der Deutschen Bahn. Es handelt sich dabei um Hochgeschwindigkeitszüge mit Höchstgeschwindigkeiten von 230 km/h (ICE T mit Neigetechnik = Baureihen 411 und 415), 280 km/h (ICE 1 = BR 401, das Original und ICE 2 = BR 402, halb so lang wie ICE 1) und 330 km/h (ICE 3, darf als einziger auf die Neubaustrecke FrankfurtKöln). Geschwindigkeiten über 200 km/h werden nur auf Neubaustrecken für den Hochgeschwindigkeitsverkehr (WürzburgFuldaKasselHannover, StuttgartMannheim, BerlinHannover und Frankfurt-Flughafen – Köln) gefahren. Für die Benutzung der ICE benötigt man spezielle Fahrkarten, die etwas teurer sind als die normalen Fahrkarten für den Fernverkehr. Sie enthalten den Vermerk ICE und dahinter die Angabe des Streckenabschnitts mit ICE-Berechtigung.

Das Bahnsystem (Die Bahn) in Deutschland ist großenteils gut ausgebaut, in ländlichen Regionen jedoch recht lückenhaft. Bahnfahren ist vor allem im Fernverkehr (ICE, IC, D) jedoch abgesehen von einigen Angeboten des Unternehmens relativ teuer, da die Deutsche Bahn AG noch immer Quasi-Monopolist ist. Deutschland gehört zur Interrail-Zone C. Für Langstreckenfahrer lohnt sich die Bahncard (50 oder 25% Ermäßigung) oder die Frühbuchung (mindestens 3 Tage vor Abfahrt, mit Zugbindung). Im Internet gibt es wöchentlich wechselnde Sonderangebote (kontingentiert) für bestimmte Verbindungen (´Surf and Rail´). Für Besucher aus dem Ausland kann auch das Angebot ´Euro-Domino´ interessant sein. Darüber hinaus können sehr preisbewusste Reisende am Wochenende das "Schönes Wochenende"-Ticket nutzen, mit dem bis zu fünf Erwachsene für einen Festpreis (30 € am Automat, 32 € mit Bedienung) an einem Tag des Wochenendes ohne Beschränkungen quer durch Deutschland mit Zügen des Regionalverkehrs (IRE, RE, RB, S sowie die meisten Privatbahnen) sowie den meisten übrigen Regionalverkehrsmitteln (U, Straßenbahn, Bus, Fähre) fahren können. Diese Reisemöglichkeit ist jedoch meist mit einer wesentlich längeren Reisezeit und mehrmaligem Umsteigen verbunden. Vereinzelt existieren Wettbewerber der Deutschen Bahn AG, wie etwa der InterConnex, die häufig preiswertere Bahnfahrten anbieten.

Im Regionalverkehr gibt es inzwischen flächendeckend Ländertickets, mit denen Montags-Freitags von 09:00 bis 03:00 Uhr des Folgetags (an Wochenfeiertagen und in manchen Ländern auch am Wochenende bereits ab 00:00h) 5 Erwachsene zu einem Pauschalpreis zwischen 22 und 28 € alle Züge des Regionalverkehrs und häufig auch die Busse und Stadtbahnen in Verkehrsverbünden benutzen können. In Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gibt es auch eine Single-Version, die knapp 10 € günstiger ist. Bewegt man sich innerhalb eines Verkehrsverbundes lohnt sich meist ein Blick auf das Angebot an Tageskarten oder Zeitkarten mit Gültigkeit von 3-4 Tagen 1 Woche oder einem Monat.

Sehr nützlich ist die Fahrplanauskunft unter [1]: Klickt man auf ´erweitert´, lassen sich Verbindungen von Haustür zu Haustür ermitteln (Haltestellen- oder Adresseneingabe wählbar), inklusive Angabe von Fußweg (mit Zeit und Karte), Bus, U- und Straßenbahn sowie natürlich den Zügen in ganz Europa!

Bus

In Gebieten ohne adäquate Bahnanbindung übernehmen Busnetze den Regionalverkehr. Im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Staaten gibt es kaum ein Angebot für innerdeutsche Überlandbusfahrten; die meisten Überlandbuslinien sind auf Berlin ausgerichtet. Es ist prinzipiell möglich, sich in Deutschland nur per Bus fortzubewegen, jedoch sollte man beachten, dass dies mit extrem langen Reisezeiten und häufigen Umstiegen verbunden ist. Eine zentrale Auskunftsstelle existiert nicht; im Prinzip gibt zwar die Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn Auskunft über die meisten Regionalbuslinien und ermöglicht sogar, Busse als einzig zulässiges Verkehrsmittel auszuwählen, jedoch ist diese in der Regel bei größeren Entfernungen aufgrund der Komplexität der Verbindung überfordert.

Auto

In Deutschland lassen sich größere Distanzen ausgesprochen schnell mit dem Auto überwinden. Dafür sorgt das gut ausgebaute Strassennetz. Gerade die Autobahnen sorgen noch recht oft für hohe Reisegeschwindigkeiten, da es auf einigen Teilen keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt.

Schiff

Neben einigen Fähren, um z.B. die Nordseeinseln zu erreichen, den Bodensee zu überqueren, oder verschiedene Flüsse zu kreuzen, gibt es in Deutschland auf den großen Flüssen wie dem Rhein oder der Donau auch Ausflugs- und Kreuzfahrten. Der Rhein ist in Deutschland auf seiner gesamten Länge für die kommerzielle Schifffahrt befahrbar.

Fahrrad

In ganz Deutschland gibt es ein Netz von relativ gut ausgeschilderten Radwanderwegen. Diese Fahrradwege haben überwiegend eine asphaltierte oder wassergebundene Oberfläche. Teilweise verlaufen sie auf wenig befahrenen Straßen. Viele Radwege führen entlang von Flüssen oder auf ehemaligen Bahnlinien, haben entsprechend geringe Steigungen und sind auch für Familien mit Kindern geeignet.

Sprache

Deutsch ist die Landessprache. Viele Menschen beherrschen als Fremdsprache Englisch, im Südwesten ist auch Französisch, im Osten ist noch Russisch verbreitet. Mehrere Millionen Menschen türkischer Abstammung sprechen ihre Muttersprache. In den Touristenzentren sind auch andere europäische Sprachen (insbesondere Französisch und Spanisch) verbreitet.

Einkaufen

Das Hauptzahlungsmittel ist Bargeld in der europäischen Gemeinschaftswährung Euro.

Der Großteil der Geschäfte akzeptiert deutsche EC-Karten. Da zu jedem Standard-Konto bei einer deutschen Bank auch automatisch eine EC- oder damit kompatible Karte gehört, ist dies auch die üblicherweise genutzte bargeldlose Zahlungsart. Kreditkarten sind daher seltener, werden aber nichtsdestotrotz ebenfalls meistens akzeptiert. Am weitesten sind Mastercard und VISA verbreitet. Akzeptanzstellen für American Express findet man etwas seltener. Inzwischen wird in Deutschland jeder zweite Betrag ab 50 € mit einer Karte bezahlt.

Schecks werden seit Jahren nicht mehr akzeptiert, einzige Ausnahme sind Touristenstädte und Banken, in denen in einigen Fällen auch Traveller Checks eingelöst werden können.

Die Bargeldversorgung wird durch das dichte Geldautomaten-Netz der deutschen Banken, Sparkassen und Postfilialen garantiert. Hier kann man problemlos mit EC- oder Kreditkarten, sowie allen Karten, die dem weltweiten Maestro-Verbund angehören, Geld abheben, wobei jedoch unter Umständen nicht unerhebliche Gebühren anfallen können. Nähere Informationen zu gebührenfreien Geldautomaten erteilt die kartenausgebende Bank bzw. Kreditkartenfirma.

Bei kleinen Beträgen wird Bargeld wegen der geringeren Kosten bevorzugt, dies gilt besonders für Cafés und Restaurants.

Öffnungszeiten

Geschäfte dürfen in Deutschland bislang Montags bis Samstags von 6 bis 20 Uhr öffnen. In größeren Städten und generell bei großen Handelsketten wird zumindest in den Abendstunden diese Regelung voll ausgeschöpft. Kleinere Einzelhandelsgeschäfte haben jedoch meist nur bis 18 oder 19 Uhr geöffnet, Samstags wird bereits am späten Mittag geschlossen (Immer mehr Geschäfte, wie z.B. Lebensmittelketten haben aber auch hier bis 20 Uhr geöffnet). Friseursalons sind Montags meist geschlossen. Gänzlich vom Ladenschluss ausgenommen sind Friseurgeschäfte, Tankstellen sowie Geschäfte in Bahnhöfen, auf Flughäfen und in Kurorten - hier ist allerdings mit deutlich höheren Preisen zu rechnen. Weiterhin dürfen Bäckereien, obwohl sonst an die genannten Zeiten gebunden, Sonntag vormittags Kuchen und Brötchen verkaufen. Pro Stadt sind außerdem zur Zeit 4 verkaufsoffene Sonntage pro Jahr geplant.

Ab dem 01.01.2007 sind durch die Föderalismus-Reform die einzelnen Bundesländer für die Regelung der Ladenschlusszeiten zuständig. Im Zuge dessen ist teilweise bereits eine völlige Freigabe der Zeiten geplant (mit Ausnahme des Sonntags), zum Beispiel in Hamburg.

Davon unabhängig werden während Fußballweltmeisterschaft 2006 in einigen Austragungsorten die Regelungen vorübergehend außer Kraft gesetzt.

Restaurants, Kneipen, Cafés und dergleichen sind nicht an das Ladenschlussgesetz gebunden, die Öffnungszeiten werden von der Gemeinde geregelt und variieren dementsprechend. Der Montag gilt davon unabhängig in der Gastronomie traditionell als Ruhetag, ein Teil der Restaurants haben an diesem Tag geschlossen.

Banken und Postfilialen haben vergleichweise eingeschränkte Öffnungszeiten. Postfilialen sind meist Montags bis Freitags zwischen 9 und 18 Uhr geöffnet, Samstags bis 12 Uhr, häufig auch noch eine Stunde über Mittag. Dies kann bei kleineren Filialen (vorwiegend in ländlicher Gegend) erheblich reduziert sein. Banken schließen darüber hinausgehend in der Regel bereits um 16 Uhr und sind Samstags gänzlich geschlossen.

An jeder Bank- und Postfiliale befinden sich jedoch Geld- bzw. Briefmarkenautomaten (letztere geben kein Wechselgeld!), die rund um die Uhr zugänglich sind.

Küche

Eine spezifische deutsche Küche gibt es nicht, stattdessen existieren viele, insbesondere zwischen Nord- und Süddeutschland recht unterschiedliche Regionalküchen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die deutsche Küche zudem durch die Besatzungsmächte signifikant beeinflusst - während im Osten heutzutage osteuropäische Gerichte (insbesondere Soljanka (Eintopf) in zahlreichen Variationen) üblich sind, hat sich im Westen (insbesondere Ruhrgebiet) eine schnelle, sättigende Küche durchgesetzt (Brathähnchen, Pommes frites, Frikadellen). Während die badische Küche - wahrscheinlich durch die Nähe zu Frankreich bedingt - durch ihre vergleichsweise hohe Qualität überzeugt, tut dies die friesische Küche (in Norddeutschland) vor allem durch ihre Originalität.

Ausgehen

Schlafen

  • Jugendherbergen/Herbergen - In allen größeren Städten gibt es Jugendherbergen oder Hostels, die preisgünstig Unterkunft anbieten. Für Herbergen des DJH (Deutsches Jugendherbergswerk) ist eine Mitgliedschaft erforderlich, die man aber auch beim Einchecken erwerben kann. Der Standard ist im Vergleich zu anderen Ländern relativ hoch (z. T. besser als manches 2-Sterne-Hotel). Achtung: DJH-Herbergen bieten zwar meist Frühstück, manchmal auch Abendessen an, dafür sind sie nur selten mit Gäste-Küchen ausgestattet! Für privat geführte Hostels ist keine Mitgliedschaft erforderlich. Die Preise liegen im Durchschnitt zwischen 12 und 20 Euro pro Nacht in 4- bis 12-Bett-Zimmern/Dorms. Diese unabhängig und individuell geführten Häuser sind erste Wahl für alle die dem DJH Flair entfliehen wollen. Viele Backpacker Hostels sind in Deutschland dem Backpacker Network Germanyangeschlossen. Bettwäsche kann normalerweise vor Ort ausgeliehen werden oder ist im Preis inbegriffen.
  • Hotels/Pensionen - Ansonsten gibt es Pensionen (ca. 20 - 40 € pro Person Ü/F) und natürlich Hotels aller Preislagen. Extrem billig sind Etap-Hotels, welche allerdings in der Regel außerorts an stark befahrenen Straßen mit schlechter Verkehrsanbindung liegen. Vor allem mittelgroße Hotelketten wie Ringhotels oder Romantik-Hotels bieten in der Regel ein verlässliches Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Privatzimmer gibt es in Deutschland natürlich auch.
  • Campingplätze - Es gibt in den meisten Gegenden einen oder mehrere Campingplätze. In Urlaubsregionen gibt es reichlich Campingplätze. Viele der Plätze sind fast das ganze Jahr (bis auf Dezember/Januar) oder sogar das ganze Jahr geöffnet (Dusch-/Waschräume geheizt). Preise (1 Nacht/2Personen/1 Zelt/1 Auto): ca. 13 bis 20 EUR (wobei die Preisspanne mit ca. 7 bis 40 EUR sehr groß ist) Die große Mehrheit der Plätze ist weitgehend belegt durch Dauercamper. Für Nicht-Dauercamper gibt es meist eine mehr oder weniger große Wiese. Für die Duschen müssen auf den meisten Plätzen Duschmarken gekauft werden.
  • Wild Campen - Wild campen ist offiziell verboten, und an einigen Stellen ist auch Lagern (d.h. im Schlafsack oder unter einer Decke übernachten) untersagt, insbesondere in Naturschutzgebieten. In der Realität ist wild campen auch in Deutschland möglich - vor allem in dünn besiedelten Gegenden z. B. neben wenig begangenen/befahrenen Waldwegen und in Schutzhütten, wenn man sich still verhält und sich Stellen aussucht, die nicht von Häusern einsehbar sind.
  • Ferienwohnungen sind häufig eine preislich sehr günstigste Alternative. Kurz Aufenthalte sind aufgrund des Reinigungsaufwandes teilweise mit Preisaufschlägen verbunden.

Lernen

Das deutsche Bildungssystem gilt im internationalen Vergleich als relativ gut, wenn es auch qualitativ hinter vielen anderen Dienstleistungsnationen zurückbleibt. Prinzipiell hat jeder Deutsche ein staatlich zugesichtertes Recht auf Bildung. Jedoch muss er Hochschulbildung zum einen teils selbst finanzieren, zum anderen gibt es hier, bei Fachhochschulen und Universitäten, Zulassungsbeschränkungen. Ein weiteres typisch deutsches Problem ist, dass weiterführende Schulen (Sekundarstufe) häufig baufällig sind und ein chronischer Lehrkräftemangel herrscht (obwohl genügend arbeitslose Lehrer existieren ...). Generell vermitteln deutsche Schulen eher theoretisches als anwendungsorientiertes Wissen.

Arbeiten

Durch signifikante Kürzung des Ersatzeinkommens bei Ablehnung einer "zumutbaren" ("zumutbar" wird vom Staat definiert) Tätigkeit werden Arbeitslose auch zu Tätigkeiten genötigt, für die sie überqualifiziert sind. Die dabei gezahlte "Mehraufwandsentschädigung" (vgl. Hartz IV) hat aufgrund ihrer Höhe allenfalls Symbolcharakter.

Feiertage

Feiertage

Da die Feiertage teilweise von Bundesland zu Bundesland variieren, erfolgt eine Listung für die Flächenstaaten in den jeweiligen Länderartikeln:

Baden-Württemberg - Bayern - Brandenburg - Hessen - Mecklenburg-Vorpommern - Niedersachsen - Nordrhein-Westfalen - Rheinland-Pfalz - Saarland - Sachsen - Sachsen-Anhalt - Schleswig-Holstein - Thüringen

Für die drei Stadtstaaten ist die Auflistung links zu finden.

Feiertage für Berlin, Bremen und Hamburg:

Termin Name
1. Januar Neujahrstag
14. April (2006)/
6. April (2007)
Karfreitag
17. April (2006)/
9. April (2007)
Ostermontag
1. Mai Maifeiertag
25. Mai (2006)/
17. Mai (2007)
Christi Himmelfahrt
5. Juni (2006)/
28. Mai (2007)
Pfingstmontag
3. Oktober Tag der Deutschen Einheit
25. Dezember 1. Weihnachtstag
26. Dezember 2. Weihnachtstag

Ferientermine:

Land Ostern/Frühjahr
2006
Himmelf./Pfingsten
2006
Sommer
2006
Herbst
2006
Weihnachten
2006/2007
Winter
2007
Baden-Württemberg 13.04. / 18.04. - 22.04. 29.05. - 10.06. 03.08. - 16.09. 30.10. - 03.11. 27.12. - 05.01. -
Bayern 10.04. - 22.04. 06.06. - 17.06. 31.07. - 11.09. 30.10. - 04.11. 27.12. - 05.01. 19.02. - 24.02.
Berlin 10.04. - 21.04. 26.05. 06.07. - 19.08. 02.10. - 14.10. 27.12. - 05.01. 05.02. - 10.02.
Brandenburg 12.04. - 21.04. 26.05. 06.07. - 19.08. 02.10. - 14.10. / 30.10. 27.12. - 05.01. 05.02. - 10.02.
Bremen 03.04. - 18.04. 06.06. 20.07. - 30.08. 02.10. / 16.10. - 28.10. 23.12. - 06.01. 01.02. + 02.01.
Hamburg 06.03. - 18.03. 22.05. - 27.05. 06.07. - 16.08. 02.10. / 16.10. - 28.10. 27.12. - 06.01. 02.02.
Hessen 10.04. - 22.04. - 17.07. - 25.08. 16.10. - 28.10. 23.12. - 12.01. -
Mecklenburg-
Vorpommern
10.04. - 19.04. 26.05. / 02.06. - 06.06. 10.07. - 19.08. 23.10. - 28.10. 27.12. - 05.01. 05.02. - 17.02.
Niedersachsen 03.04. - 18.04. 26.05. + 06.06. 20.07. - 30.08. 02.10. / 16.10. - 28.10. 23.12. - 06.01. 01.02. - 02.02.
Nordrhein-Westfalen 10.04. - 22.04. 06.06. 26.06. - 08.08. 02.10. - 14.10. 21.12. - 05.01. -
Rheinland-Pfalz 07.04. - 21.04. - 17.07. - 25.08. 09.10. - 20.10. 22.12. - 05.01. -
Saarland 10.04. - 22.04. - 17.07. - 26.08. 18.10. - 31.10. 21.12. - 06.01. 15.02. - 21.02.
Sachsen 13.04. - 21.04. - 24.07. - 01.09. 16.10. - 27.10. 22.12. - 02.01. 12.02. - 23.02.
Sachsen-Anhalt 10.04. - 13.04. 26.05. - 02.06. 20.07. - 30.08. 23.10. - 30.10. 22.12. - 05.01. 01.02. - 10.02.
Schleswig-Holstein 03.04. - 18.04. - 10.07. - 19.08. 02.10. / 16.10. - 30.10. 27.12. - 08.01. -
Thüringen 10.04. - 21.04. 03.06. - 06.06. 20.07. - 30.08. 23.10. - 03.11. 23.12. - 05.01. 05.02. - 10.02.

Sicherheit

Deutschland gilt prinzipiell als sicheres Reiseland, jedoch sollten dunkelhäutige sowie sonstige als landesfremd erkennbare Reisende von Rechtsextremisten dominierte Gebiete meiden. Allerdings hält sich selbst für diese aufgrund des leistungsfähigen deutschen Polizeiapparats das Risiko in Grenzen, es sei denn die örtliche Polizei hat Symphatien sympathisiert mit Neonazis, was im Osten überdurchschnittlich oft anzutreffen ist. Anfang August 2006 wurden zwei Anschläge mit Kofferbomben an Bahnhöfen vereitelt; ein Zusammenhang mit deutschem Engagement im nahen Osten wird diskutiert, da einer der mutmaßlichen Attentäter aus dem Libanon stammt. Ein wachsendes Problem ist die aufgrund der zunehmenden Verarmung der unteren Schichten wachsende Kleinkriminalität; in von Sozialwohnungen dominierten Gebieten muss sogar tagsüber mit Überfällen gerechnet werden. An Bahnhöfen wird vor Taschendieben ebenfalls gewarnt.

Gesund bleiben

Die ärztliche Versorgung ist sehr gut. Es gibt sowohl einen ärztlichen Notdienst, wie auch Apotheken, die nachts besetzt sind. Das Leitungswasser hat Lebensmittelqualität und kann überall ohne Bedenken getrunken werden (Ausnahme: ein Schild Kein Trinkwasser), die Badegewässer sind von unterschiedlicher Qualität. Manchmal mit Kolibakterien verseucht. Deswegen sind Schilder mit Badeverbot zu beachten. Die Wasserqualität wird überwacht. Nähere Auskünfte können bei den Gemeinden eingeholt werden. In der Südhälfte herrscht erhebliche Gefahr von FSME(Frühsommer-Meningoenzephalitis), die durch Zeckenbiss übertragen wird. Bei Naturausflügen in diesem Gebiet wird eine Schutzimpfung empfohlen. Ein Risiko stellen allenfalls unterbezahlte und übermüdete Klinikärzte und Pflegepersonal dar.

Klima

Deutschland liegt in der gemäßigten Zone, Extremwerte treten nur selten auf. Im Westen ist das Klima ozeanisch, gekennzeichnet durch milde Winter und kühle Sommer. Die Durchschnittstemperatur im Winter liegt meist zwischen 1 und 3 C°, im Sommer bei 10-18 C°. Niederschläge fallen das ganze Jahr hindurch, im Westen mehr im Osten weniger. Im Osten ist das Klima kontinental, gekennzeichnet durch kalte Winter und warme Sommer. Die Durchschnittstemperaturen bewegen sich im Winter zwischen -3 und 0 C°, im Sommer von 18-20 C°. Eine Besonderheit stellt der Oberrheingraben dar, er profitiert im Winter vom ozeanischem und im Sommer vom kontinentalem Klima.

Respekt

Auch wenn es allgemein bekannt ist, dass in Deutschland gewisse Missstände herrschen, kann es passieren, dass die Menschen dort verstört reagieren, wenn man sie darauf anspricht. Ebenfalls sollte man sich davor hüten, es mit der Geschichte zu genau zu nehmen. Eine Deutsche Schuld am Holocaust wird entweder abgewiesen oder mit Verweis auf deren Bedeutungslosigkeit auf das Heute akzeptiert, was zu großem Teil an dem mittlerweile herrschenden Generationswechsel liegt. Auch bezüglich des Themas Fußball können Deutsche mit Ablehnung reagieren, wenn man etwas falsches sagt. Ansonsten sind die Deutschen aber ein überdurchschnittlich tolerantes Volk, jedoch sollte man aufpassen, da in anderen Ländern z. T. übliche abfällige Äußerungen oder Gesten in Deutschland eine Straftat (Beleidigung) darstellen. Bedingt durch die Machtverhältnisse zur Zeit der deutschen Teilung gibt es immer noch Deutsche, die Kritik an "ihrem" System nicht dulden; es kann insofern nicht schaden, sich mit politischen Äußerungen zurückzuhalten, sofern man nicht weiß, dass diese von der betreffenden Person toleriert werden, zumal in der Politik immer noch eine aus der deutschen Teilung stammende Tendenz vorherrscht, politisch linke Personen zu diskriminieren (Repressalien, wie sie in der Adenauer-Ära noch üblich waren, sind heutzutage allerdings in der Regel nicht mehr zu befürchten).

Kommunizieren

Das gesamte Land ist mit Festnetz- und ISDN-Telefonanschlüssen abgedeckt.

Die deutschen Mobilfunknetze sind gut ausgebaut und bieten auch in ländlichen Gegenden meist gute Verbindungen.

Es gibt zahllose Internetcafés mit meist akzeptablen Preisen. Der Ausbau von W-Lan Hotspots in größeren Städten wird schnell vorangetrieben, vor allem in öffentlichen Gebäuden, auf öffentlichen Plätzen, in Hotels und vereinzelten Cafés sind bereits Hotspots entstanden, die meist gekennzeichnet sind. Jedoch ist die Benutzung dieser Hotspots praktisch immer kostenpflichtig.

Die Deutsche Post ist der größte Logistikkonzern weltweit. Innerhalb Deutschlands kommen Briefe meist in 1 - 2 Werktagen an. Pakete werden meist innerhalb von 3 - 4 Werktagen zugestellt. Es gibt inzwischen zahlreiche private Dienstleister für Briefe und Pakete.

Weblinks

Andere Sprachen