Ruhrgebiet Travel Guide

Aus Wikitravel

Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Ruhrgebiet liegt im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Es ist mit 5,5 Millionen Einwohnern das größte geschlossene Siedlungsgebiet in Deutschland und nach Moskau und London der drittgrößte Ballungsraum Europas.

Inhaltsverzeichnis

Regionen

Orte

Zum Ruhrgebiet zählen folgende Städte:

Der Regionalverband Ruhr hat darüberhinaus auch die angrenzenden Gemeinden als Mitglieder gewonnen.

Weitere Ziele

Hintergrund

Die wirtschaftliche Stärke der einzelnen Städte hat während des Kohlebooms die Bildung einer kommunalen Verwaltungseinheit verhindert. Die Eingemeindungswellen in den 1920.er und in den 1970.er Jahren sind folgerichtig in der Regel mit dem Niedergang der Kohleförderung in den kleineren Gemeinden verbunden.

Die Kleinteiligkeit der Region beflügelt bis heute einen lebhaften Wettbewerb zwischen den Städten. Die Zersplitterung der Geldmittel der Region auf viele gleichberechtigte Entscheidungsträger sorgte für das dichteste Kultur-, Sport- und Naherholungsangebot in Deutschland, behinderte allerdings auch die Schaffung überregional bekannter Prestigeobjekte.

Obwohl sich nach dem Ende des deutschen Kohle- und Stahlbooms zahlreiche Firmen aller Branchen im Ruhrgebiet niedergelassen haben, ist die Arbeitslosigkeit hier sehr hoch. Dieses hat mehrere Gründe. Zum einen halten viele Einwandererfamillien an den Lebens- und Bildungsidealen ihrer Herkunftsländer fest. Zum anderen sind die Bewohner aller Nationen sehr bodenständig, da sie in der Regel in starke informelle soziale Netzwerke eingebunden sind, die die schlimmsten Folgen der Arbeitslosigkeit abmildern. Zudem ist qualitativ guter Wohnraum im Ruhrgebiet sehr preiswert. Die Abwanderungsbereitschaft ist dementsprechend niedrig.

Sprache

Der ausgeprägte Ruhrgebietsdialekt (Herbert Knebel) des 20. Jahrhundert ist auch regional geächtet und wird kaum noch gesprochen. Die Offenheit der Menschen der Region formt seit einigen Jahren einen neuen Dialekt, der von Sprach- und Grammatikelementen der Einwanderer aus 167 Nationen bereichert wird.

Anreise

Relevante Flughäfen sind Dortmund (DTM), Düsseldorf (DUS) (Entfernung 10 Km) sowie Köln-Bonn (CGN) (Entfernung 40 Km).

Der Flughafen Dortmund ist per Non-Stop Shuttlebus mit dem Dortmunder Hauptbahnhof und dem Bahnhof Holzwickede/Flughafen Dortmund verbunden. Düseldorf und Köln verfügen über eigene ICE und S-Bahnhöfe. Der Flughafen Frankfurt ist mit dem ICE ca. 2-3 Stunden entfernt, in der Regel ist jedoch aufgrund günstigerer Tarife ein Inlandsflug vorzuziehen.

Alle drei Flughäfen befinden sich in Autobahnnähe.

An der Peripherie des Ruhrgebiets finden sich 12 Landeplätze, die regelmäßig von Teilnehmern der Mitflugzentrale angeflogen werden.

Mobilität

Basis des ÖPNV ist das seit dem Ende des 2. Weltkriegs stark vernachlässigte Schienennetz der Deutschen Bahn. Deren Verbindungen konzentrieren sich im Wesentlichen auf die 2 Ost-West-Achsen Duisburg - Essen - Dortmund und Duisburg - Oberhausen - Gelsenkirchen - Dortmund sowie Essen - Gelsenkirchen - Münster. Querverbindungen sind - sofern sie überhaupt noch existieren - langsam, viele Bahnhöfe und Züge in schlechtem Zustand (dies gilt - mit der Ausnahme von Abellio Rail - nicht bei Privatbahnen), Verspätungen auf den Hauptstrecken die Regel. Ergänzt wird dieses Netz durch ein erst in Fragmenten fertiggestelltes U-Bahn-System (endgültige Fertigstellung auf unbestimmte Zeit verschoben) sowie den Überresten eines einst weit verzweigten Straßenbahnsystems. Darüberhinaus gibt es Schnellbuslinien, von denen die meisten an Wochenenden und Feiertagen nicht bzw. nur eingeschränkt verkehren, sowie zahlreiche Buslinien, welche in den Randgebieten des Ruhrgebiets für Verhältnisse einer Metropolregion überraschend selten und an Wochenenden und Feiertagen oftmals ebenfalls nicht verkehren. Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten Linien an den Stadtgrenzen enden und ein direkter Anschluss an Linien der Nachbarstädte mittlerweile längst nicht mehr in allen Fällen gewährleistet ist. Die Unzulänglichkeit des Systems, welche auf seine zunehmende Profitorientierung zurückzuführen ist, führte schon an einigen Orten zur Einführung von Bürgerbuslinien. Dennoch ist aufgrund des starken Verkehrsaufkommens der ÖPNV in der Regel dem PKW vorzuziehen. Eine reizvolle Alternative zum klassischen ÖPNV sind die Schiffslinien auf der Ruhr und die Museumsbahnen entlang derselben. Ein Kuriosum stellt die auf dem Gelände der Dortmunder Universität verkehrende H-Bahn dar, ein baugleiches (wenn auch häufig defektes System) verbindet den Düsseldorfer Flughafen mit dem mehrere Kilometer entfernt liegenden Fernbahnhof.

Bei schönen Wetter und etwas Zeit sollte man im Ruhrgebiet seine Ziele unbedingt per Fahrrad oder Roller über Stadt- und Nebenstrassen anfahren. Die Vielfalt in dieser Metropole ist überwältigend. Aber immer daran denken, selbst das Kernruhrgebiet ist 50 km lang und die Sehenswürdigkeiten verteilen sich, anders als in klassischen Metropolen, über das gesamte Gebiet.

Sehenswürdigkeiten

Um sich über die industriekulturelle Vergangenheit und Gegenwart des Ruhrgebietes einen Überblick zu verschaffen, begibt man sich am besten auf die Route der Industriekultur.

Neben bedeutenden Industrieanlagen findet man ebenso Arbeitersiedlungen, Museen oder Panoramen.

Diese Stationen geben einen guten Überblick über die Geschichte des Ruhrgebiets.

Aktivitäten

  • In Bottrop gibt es den Movie Park Germany, einen Freizeitpark mit zahlreichen Fahrgeschäften und Attraktionen besonders für Kinder und Jugendliche. Da der Park einst von Warner betrieben wurde, gibt es bis heute viele Bezüge zum Thema Film.
  • Starlight Express ist das erfolgreichste Musical der Welt. In 18 Jahren kamen über 10 Millionen Besucher nach Bochum.

Küche

Entsprechend der früher vorherrschenden harten Arbeitsbedingungen bietet das Ruhrgebiet eine einfache, günstige (bezogen auf die Zutatenpreise, das Preisniveau in einigen Restaurants ist mitunter alles andere als günstig), herzhafte Küche. Typische Zutaten dieser Küche sind Flönz (Blutwurst), Endivien und Kartoffeln. Ebenso (besonders an Imbißbuden) anzutreffen sind Klassiker der Fast-Food-Küche wie Currywurst, Frikadelle und Pommes, welche zwar keine Spezialitäten im wörtlichen Sinne sind aber (zumindest nach Meinung der Einheimischen) besonders gut zubereitet werden.

Auch im Ruhrgebiet gilt die vielerorts gültige Faustregel, dass mit zunehmender Innenstadtnähe sowie zunehmender Stadtgröße die Qualität sinkt und die Preise steigen. Insbesondere in den Stadtteilen sowie an der Peripherie des Ruhrgebiets lassen sich Gastronomiebetriebe finden, deren Preis-Leistung-Verhältnis besonders positiv gewürdigt wurde. Anzumerken bleibt nur, dass die klassische Ruhrgebietsküche nur in den wenigsten Fällen zu finden ist; die meisten Gastronomen kochen deutlich internationaler. Vorsicht: hinter "bürgerlichem Mittagstisch" können sich in der Mikrowelle aufgewärmte Fertiggerichte verbergen, in keinem Fall jedoch authentischer Genuss. Bedingt durch die vielen Gastarbeiter sind im Ruhrgebiet auch viele Länderküchen anzutreffen, in erster Linie zu erwähnen italienische (überall), thailändische (insbesondere in Dortmund und Duisburg), türkische (insbesondere in Essen), ägyptische (insbesondere in Mülheim), japanische (insbesondere in Dortmund) und spanische (insbesondere in Duisburg). Um die vielen China-Restaurants macht man am besten einen großen Bogen, da diese eine Küche bieten, die mit der chinesischen in der Regel nur die Bezeichnung gemein hat; auch die zahlreichen türkischen Imbißbuden bieten in der Regel eine Küche, die an den deutschen Geschmack angepasst ist. Auch beim Griechen muss man damit rechnen, dass eher die Quantität als die Qualität überzeugt. Eine Besonderheit sind die Brauhäuser, welche - sofern sie nicht in erster Linie auf Touristen ausgerichtet sind - durchweg gutes Bier, ansonsten aber eine offensichtlich von Fertiggerichten dominierte Karte bieten. Zu erwähnen bleibt noch, dass sich an vielen Standorten der Route der Industriekultur eine verlässliche und keineswegs überteuerte Küche etabliert hat, am nennenswertesten das Casino der Zeche Zollverein in Essen, womit das Ruhrgebiet eine der besten Museumsgastronomien weltweit bietet.

Ausgehen

Sicherheit

Klima

Das Kleinklima ist wie in Metropolen üblich milder als im Umland. Die Temperaturen liegen im Winter meist knapp über dem Gefrierpunkt, im Sommer steigen die Temperaturen im Schnitt leicht über 20°C. Die durchschnittliche Niederschlagsmengen liegen zwischen 50 und 100 mm.

Weiter geht's

Weblinks

  • Regionalverband Ruhrgebiet [1]
  • Route der Industriekultur [2]
  • Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (ÖPNV mit Fahrplänen und Preisauskunft) [3]
Dieser Artikel ist in wesentlichen Teilen noch äußerst unvollständig ("Stub") und benötigt deine Aufmerksamkeit. Wenn du etwas zum Thema weißt, sei mutig und überarbeite ihn, damit ein guter Artikel daraus wird.