Teneriffa Travel Guide
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Teneriffa ist die größte der Kanarischen Inseln. Sie ist ein hervorragendes Urlaubsziel und wird vor allem von deutschen und britischen Touristen in Anspruch genommen. Amerikanische Urlauber sind hingegen seltener anzutreffen. Beliebt ist die Insel außerdem bei Urlaubern vom spanischen Festland, besonders während der Osterzeit.
Inhaltsverzeichnis |
Regionen
Im Süden der Insel befindet sich das Feriengebiet Playa de las Americas an der Costa Adeje. Hier scheint die Sonne öfter und länger als in anderen Teilen der Insel. Der Ort bietet Hotels und Ferienanlagen, Kneipen, Bars, Diskos und Nachtclubs. Die weitläufigen Badebuchten sind durch Molen geschützt und man findet dort schöne Sandstrände.
Die Ostküste ist durch die starke Abholzung in den vergangenen Jahrhunderten stark mitgenommen worden. Dennoch hat gerade dieser Landesteil seine Reize, da hier nicht so viele Pauschaltouristen zu finden sind. Hier kann man das Hinterland sehr schön kennen lernen.
Orte
Nordküste:
- Puerto de la Cruz - Touristenzentrum mit dem Loro Parque und dem Botanischen Garten.
- Icod de los Vinos - hier befindet sich der größte Drachenbaum der Welt.
Weitere Ziele
Auf der Insel befindet sich der höchste Berg von ganz Spanien, der 3.817 m hohe Teide. Der Teide ist über eine Luftseilbahn erreichbar, die am Parkplatz im Teide-Nationalpark beginnt und auf einer Höhe von 3.550 m endet. Um den Gipfel zu besteigen, ist ein Permit erforderlich, das in Santa Cruz de Tenerife leicht zu erhalten ist. Von der Spitze hast du einen hervorragenden Blick über die gesamte Insel. Die Besteigung ist nur für fortgeschrittene Bergsteiger zu empfehlen, auch wenn die Höhendistanz nur 200 m beträgt. Ein kalter Wind ist ebenfalls vorhanden, da der Teide weit über den Wolken liegt.
Neben dem Teide-Nationalpark verfügt die Insel über weniger bekannte, aber ähnlich eindrucksvolle Naturwunder, die sich von "Geheimtipps" nach und nach zu beliebten touristischen Ausflugszielen entwickeln:
- Das Teno-Gebirge im Nordwesten mit seiner üppigen Vegetation, bizarren Felsschluchten und dem malerischen Bergdorf Masca
- Das Anaga-Gebirge im Nordosten mit dichtem Lorbeer-Urwald, vielen spektakulären Aussichtspunkten, grünen Wiesen und einer an Nordamerika oder die Alpen erinnernden Landschaft
- Der Bergrücken Cumbre Dorsal, auf dem man von der Nordostspitze der Insel bis zum Teide fast alle Vegetationszonen der Erde durchquert
- Der bei Surfern beliebte Ort El Médano mit dem felsigen Nationalpark Montana Roja
- Der riesige Drachenbaum in Icod de los Vinos
- Die vielseitige Hafenstadt Puerto de la Cruz mit vielen Bauten im Kolonialstil und einer riesigen, künstlichen Badelandschaft
- Die Metropole Santa Cruz mit ihrem neuen Wahrzeichen, dem Opernhaus
- Der an die Copacabana erinnernde Palmenstrand Las Teresitas nördlich der Hauptstadt Santa Cruz
- Die malerische Bucht von Puerto Santago mit dem pechschwarzen Strand, wenige kilometer nördlich die beeindruckenden Klippen von Los Gigantes
Hintergrund
Die tropische Insel ist von der Schönheit her mit Jamaika vergleichbar und wirbt Europäern gegenüber mit einer angenehmen Urlaubszeit und schmackhaftem Essen. Der Fremdenverkehr konzentriert sich vor allem auf die Nordküste um Puerto de la Cruz und den Süden bei Los Christianos. Während die Südseite einen Wüstencharakter besitzt, ist die Nordseite besonders für Pflanzenliebhaber ein Paradies.
Die Insel war den Europäern seit dem 14. Jahrhundert bekannt. Die Ureinwohner (Guanchen) wurden nach dem Sieg der Spanier bei La Laguna im Jahre 1496 ausgerottet. Eine Blütezeit erlebte Teneriffa während der Aufklärung. Bedeutende Persönlichkeiten wie Alexander von Humboldt besuchten die Insel. Trotzdem konnte sich Teneriffa nicht von der vorherrschenden feudalistischen Gesellschaftsordnung lösen, so dass es erst im 19. Jahrhundert zu Reformen kam.
Die ersten Jahre des 20. Jahrunderts waren geprägt von einer fortschreitenden Radikalisierung. 1936 startete General Franco seinen Putsch von Teneriffa aus. Der Spanische Bürgerkrieg erreichte Teneriffa nicht, jedoch wirkte sich die wirtschaftliche Isolierung unter der Diktatur sehr negativ aus. Das einzige Exportgut waren Bananen für das Festland. Nach der Demokratisierung ab 1975 erhielten Teneriffa und alle anderen Inseln des Archipels Autonomie, und der Tourismus gewann immer mehr an Bedeutung.
Übrigens besuchten 1885 zum ersten Mal 350 Touristen aus England die Insel. Sechs Jahre später kamen schon 5.000 Gäste im Jahr, und 2001 waren es 4,8 Millionen.
Sprache
spanisch
Anreise
Teneriffa besitzt zwei Flughäfen, Aeroporto Reina Sofia im Süden, der von den meisten Ferienfliegern angesteuert wird, und Teneriffa Nord, von wo Flugzeuge zu den anderen kanarischen Inseln starten.
Mobilität
Als billigste Verkehrsmittel gelten die grünen, meist klimatisierten Linienbusse der Transportes Interurbanos de Tenerife S.A.U. (kurz TITSA). Sie fahren jede Ortschaft auf der Insel an und sind, insbesondere mit den praktischen "Bono-Bus"-Sparkarten, sehr günstig, die Fahrten über kleine Ortschaften dauern aufgrund der zahlreichen Zwischenhalte aber selbst bei kurzen Strecken meist recht lang. Zwischen Playa Las Americas und Santa Cruz fahren allerdings Direktbusse (ca. 50 Minuten).
Für kürzere Strecken kommt man auch mit dem Taxi ganz günstig durch die Gegend.
Alle grossen und viele lokale Autovermieter sind auf Teneriffa vertreten. Das Straßennetz ist in gutem Zustand, kann in den Bergen sehr eng und kurvig sein (Straße nach Masca im Teno-Gebirge).
Sehenswürdigkeiten
Aktivitäten
Neben der landschaftlichen Schönheit und Vielfalt beitet die Insel hervorragende Abwechslung bei Aktivitäten. Im "Winter" kannst du zum Teide hochfahren und eine Schneeballschlacht veranstalten, danach in den Süden der Insel zurückkehren und dich am Strand sonnen oder im Meer schwimmen - und das alles im Rahmen von zwei Stunden. Es existieren einige wunderschöne Rundfahrtrouten mit atemberaubender Szenerie. Außerdem sind einige sehr gute Freizeitparks wie der Loro Parque bei Puerto de la Cruz vorhanden.
Küche
Ausgehen
Feiertage
Dies sind die Feiertage für das Jahr 2005:
| Termin | Name | Bedeutung |
| 1. Januar | Año Nuevo | Neujahr |
| 6. Januar | Los Reyes | Heilige Drei Könige |
| 19. März | San Josê | Josephstag |
| 1. Mai | Día del Trabajo | Tag der Arbeit |
| 30. Mai | Mai Día de las Islas Canarias | |
| Juni | Fronleichnam | |
| 25. Juli | Santiago Apostol | Apostel Jakobus |
| 15. August | Asunción | Mariä Himmelfahrt |
| 12. Oktober | Día de la Hispanidad | Feiertag zu Ehren der Entdeckung Amerikas |
| 1. November | Todos los Santos | Allerheiligen |
| 6. November | Día de la Constitución | Tag der Verfassung |
| 8. Dezember | Immaculada Concepción | Mariä Empfängnis |
| 25. Dezember | Navidad | Weihnachten |
Der Feiertagskalender kann geringfügige Abweichungen aufweisen, denn er wird Jahr für Jahr von den einzelnen autonomen Regionen Spaniens neu festgelegt. Fällt beispielweise ein Feiertag auf einen Sonntag, wird in manchen Fällen der darauffolgende Montag oder der vorangehende Freitag ebenfalls zum Feiertag bestimmt.
Die Gemeinden können zusätzlich zu den normalen gesetzlichen Feiertagen zwei weitere Tage ihrer Wahl zu örtlichen Feiertagen erklären, wobei einer zumeist dem Schutzpatron oder der Schutzpatronin des Ortes gewidmet ist. So erklären sich auch die vielen örtlichen Feiern auf den Inseln.
Sicherheit
Bewaffnete Kriminalität ist auf Teneriffa kaum ein Problem. Vorsichtig sein sollte man in den Ballungszentrem allerdings vor Taschendiebstahl, auch sollte man Wertsachen nicht offen liegen lassen.
Klima
Teneriffa weist wie alle anderen Inseln des Kanarenarchipels ganzjährig milde Temperaturen auf. Die südlich der Rossbreiten entstehenden Nordost-Passatwinde saugen sich mit Feuchtigkeit aus dem relativ kühlen Kanarenstrom auf und halten somit die heiße Saharaluft fern. Diese Winde haben ihren Ursprung im Azorenhoch, das sich im Winter über Madeira befindet, im Sommer jedoch weiter nach Norden zu den Azoren wandert. Dann haben die Passatwinde auch genügend Platz, um sich bis Teneriffa mit Atlantikwasser vollzusaugen. Während sie nachts von der Insel ferngehalten werden, ziehen sie tagsüber bis an das Teidemassiv heran. Es bilden sich in etwa 1.000 bis 1.500 m Höhe Wolken, die beim Kontakt mit den dortigen Loorbeer- und Kiefernwäldern zu feinem Nieselregen kondensieren. Dieser Umstand bringt in den sonst ausgesprochen trockenen Sommermonaten der Landwirtschaft auf Nordseite der Insel entscheidende Vorteile.
| Monat | J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D |
| Ø Sonnenstunden/Tag | 5,9 | 6,6 | 7,1 | 7,7 | 8,8 | 9,8 | 10,6 | 9,8 | 8,5 | 6,9 | 5,9 | 5,5 |
| Luft [°C] | 17,9 | 17,9 | 18,6 | 19,0 | 20,4 | 22,2 | 24,3 | 25,0 | 24,3 | 22,8 | 20,6 | 18,7 |
| Wasser [°C] | 19 | 18 | 18 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 23 | 21 | 20 |
| Ø Regentage | 5 | 5 | 5 | 3 | 1 | 0 | 0 | 1 | 1 | 3 | 5 | 6 |
Auf der Südseite existiert ein beständiger Sommer mit wenig oder gar keinem Wind und hervorragendem Badewetter. Die meisten Touristen zieht es deswegen auf die Südseite. Die Nordseite ist etwas feuchter und vermittelt mehr einen ganzjährigen spanischen Frühling. Das Wetter ist hier weniger konstant, meistens jedoch auch sehr angenehm.
Weblinks
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