Thailand Travel Guide
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![]() | Am 19.06.2006 fand ein Staatsstreich mit dem Ziel, den derzeitigen Premierminister abzusetzen statt. Die Lage ist ruhig, aber es muß mit starken Einschränkungen der Bewegungsfreiheit in der Hauptstadt gerechnet werden. Der Flughafen ist weiterhin geöffnet. Die deutsche Botschaft in Bangkok hat eine Hotline für Touristen eingerichtet. Eine erhöhte Anschlagsgefahr besteht, ist aber noch nicht aufgetreten. Aufgrund dauernder Unruhen seit 2005 wird von einer Reise in die drei südlichen Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani dringend abgeraten. Aktuelle Informationen gibt es auf der Homepage des Auswärtigen Amtes. |
Thailand liegt in Südostasien. Es grenzt an Myanmar, Laos, Kambodscha und Malaysia.
| Flagge | |
|---|---|
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| Kurzdaten | |
| Hauptstadt | Bangkok |
| Staatsform | Konstitutionelle Monarchie |
| Währung | Baht (THB), 1 € = 48,52 THB (04.08.2006) |
| Fläche | 514.000 km² |
| Bevölkerung | 64,9 Mio |
| Amtssprache | Thai, regional auch Minderheitensprachen (Englisch als Zweitsprache der Gebildeten und im Tourismus) |
| Religion | Buddhismus (Theravâda) 95%, Islam 3.8%, Christentum 0.5%, Hinduismus 0.1%, |
| Telefonvorwahl | +66 |
| Internet TLD | .th |
| Zeitzone | UTC+7 (MEZ+6, MESZ+5), keine Sommerzeit |
Inhaltsverzeichnis |
Regionen
Thailand ist administrativ in 76 Provinzen aufgeteilt, die sich fünf geografischen und kulturellen Regionen zuordnen lassen:
| Nordthailand mit den Städten Chiang Mai, Chiang Rai, Sukhothai und den Gebirgsregionen ("Goldenes Dreieck", "Bergvölker"). Thailändische Bezeichnung:Lan Na (historisch) oder Bahn Nork | |
| Zentralthailand mit der Hauptstadt Bangkok, dem zentralen Tiefland und der historisch bedeutenden Stadt Ayutthaya. | |
| Nordostthailand auch als Isaan bekannt, der touristisch noch weitgehend unerschlossene Nordosten des Landes - Reisfelder, "Hochebenen" und kulturelle Schätze, reiche Musiktradition, mit den Städten Nong Khai, Nakhon Ratchasima, Udon Thani, Khon Kaen. | |
| Ostthailand, östlich von Bangkok bis zur Grenze zu Kambodscha, mit dem Touristenzentrum Pattaya, vielen Stränden und den Inseln Koh Samet und Koh Chang. | |
| Südthailand, bekannt für die Inseln Phuket, Phi Phi, Samui, Phangan, Tao und Tarutao mit ihren palmengesäumten Stränden und einigen der besten Tauchspots in Südostasien. Am Festland (Isthmus von Kra) gibt es eine Reihe von Nationalparks (Urwälder) zu besuchen. |
Städte
- Ayutthaya - historische Hauptstadt mit einer Vielzahl historischer Bauwerke
- Suphan Buri - District zwischen Ayutthaya und Kanchanaburi. ein lohnenswerter tourismusfremder Zwischen-Stop für Busreisende von Nord nach Süd.
- Bangkok - Hauptstadt des Landes und Weltmetropole
- Kanchanaburi - Im Nordosten des Landes. Mit der legendären Brücke am Kwai zieht dieser Ort einige Touristen an. Optimale Anlaufadresse für "Backpacker".
- Chachoengsao - 82 km von Bangkok entfernt, Wat sothon
- Chanthaburi - unweit des Meeres im Südosten
- Chiang Mai - größte Stadt im Norden und frühere Hauptstadt des Lan Na-Thai-Reiches
- Chiang Rai - Stadt im Norden, Ausgangspunkt für Reisen in die Berge des Nordwestens
- Nakhon Ratchasima - größte Stadt im Nordosten, dem Isaan, auch "Korat" genannt
- Hua Hin - traditionelles Urlaubsziel der thailändischen "High Society", auch heute noch mit dem Flair früherer Glanzzeiten. Das ehemalige Badeparadies ist sicher eine Reise wert.
- Cha-Am - südlich gelegen von Hua Hin liegt dieser streckenweise verschmutzter Ort entlang der Küste.*
Pattaya - früher ein kleines Fischerdorf, in den 1980er Jahren die touristische Boom-Town Thailands; Hotel(Beton-)Burgen und berüchtigtes Nightlife. Hier erwarb das Land leider seinen schlechten Ruf, als sich Soldaten im Vietnamkrieg dort "austobten".
- Phuket - das touristische Zentrum Südthailands, Traumstrände in der Andamanensee und Massentourismus in der Inselhauptstadt
- Roi-Et - im Zentralisaan
- Songkhla - hübsches Städtchen auf einer Landzunge mit langem Meeresstrand.
- Sukhothai - die erste Hauptstadt des Thai-Reiches, sehenswerter "historical park" mit Ruinen aus dem 13. und 14. Jahrhundert
- Surat Thani - Hafenstadt im Süden, Fährverbindungen nach Koh Samui, Koh Phangan, Tao|Koh Tao]] und in die südlichen Länder Malaysia, Singapur und Indonesien
- Hat Yai - Großstadt im Süden unweit der malaysischen Grenze
Weitere Ziele
- Inseln (Koh) und Küstenorte
- Grenzorte
- Aranyaprathet (nach Kambodscha)
- Nong Khai (nach Laos)
- Mae Sai (nach Myanmar)
- Padang Besar/Sadao (nach Malaysia)
Vorschläge für ein-monatige Reiserouten gibt es hier.
Hintergrund
Zur Mitte des 14. Jhs. wurde ein vereinigtes Thai-Königreich geschaffen. Bis 1939 als Siam bekannt, ist Thailand das einzige südostasiatische Land, das nie von einer europäischen Macht annektiert wurde - und auf diese Tatsache ist man bis heute stolz. Eine friedliche Revolution im Jahre 1932 brachte dem Land die konstitutionelle Monarchie. Im 2. Weltkrieg war Thailand zunächst ein Verbündeter Japans und wurde nach dem Konflikt Bündnispartner der USA. Nach einer Kette von Militärdiktaturen, die nur kurz von Zivilregierungen unterbrochen wurde, hat sich das Land trotz der Krise von 1997 politisch und wirtschaftlich stabilisiert. Über allem steht nach wie vor König Bhumibol Adulyadej (Rama IX), der seit 1946 regiert und damit der dienstälteste Monarch der Welt ist.
Anreise
Flugzeug
Lufthansa, Royal Brunei [1] und Thai Airways bieten täglich Nonstop-Flüge ab Frankfurt und München nach Bangkok International Suvarnabhumi Airport an, Condor und LTU haben wöchentliche Charterflüge nach Thailand im Angebot. Günstiger geht es noch bei billigfly Andere Fluggesellschaften bieten Umsteigeverbindungen über ihre jeweiligen Hubs an.
Sehr zu empfehlen ist die Airline: Royal Brunei (NonStop) oder Emirates mit Zwischenlandung in Dubai. Ebenso ist die Mahan Air mit Stop in Abu Dhabi bis dato ohne Kritik.
Bahn
Man kann mit dem Zug aus Singapur und Malaysia nach Thailand reisen. Hier verkehrt auch der berühmte Eastern & Oriental Express.
Eine weitere Möglichkeit zur Einreise mit dem Zug von Malaysia nach Thailand ist die tägliche Verbindung von Butterworth nach Hat Yai - Bangkok. Tägliche Abfahrt ist um 13.40 Uhr (Malaische Zeit)
Es gibt täglich mehrfache Verbindungen von Penang nach Hat Yai.
Auto
Schiff
Eine schnellere Fortbewegungsart in Bangkok ist das Nutzen der unterschiedlichen Fähren über den River in Bangkok. Hier kann man ab 7 Baht von Pier zu Pier kommen und dann entweder auf Tuktuk, Taxi oder Skytrain umsteigen. Die unterschiedlichen Farben an den jeweiligen Fähren erklären die Anzahl der Stops (nicht jede Fähre hält an jeder Anlegestelle). Der Fahrpreis richtet sich daher auch an der Anzahl der Zwischenstopps.
Restaurant-Schiff
Ein Highlight für Bangkok- Reisende ist die 2,5 stündige Fahrt mit dem Restaurant Schiff der "River-Side". Mit einer vorzeitigen Reservierung kann man für 100 THB (ca. 2.- EUR) mitfahren. Bei schlechterem Wetter kann man das klimatisierte Restaurant unter Deck aufsuchen. Ansonsten sind die Plätze an Deck recht früh belegt. Reservierungen für die Plätze sind leider nicht möglich. Am besten früher ( 18.00 Uhr ) an Bord gehen. Die Küche selber ist im Preis-Leistungs-Verhältnis eher mangelhaft. Zum Ende der Fahrt hin gibt es sogar noch eine Disco-Stunde unter Deck.
Mobilität
Bahn
Mit der Bahn zu reisen in Thailand ist einfach und sicher. Die Züge verkehren äußerst pünktlich. Es gibt 1., 2. und 3. Klasse. Die Preise sind - aus europäischer Sicht - sehr günstig, so kostet die Fahrt von Bangkok nach Trang (ca. 700 km) in der 1. Klasse ungefähr 20 Euro. Angenehm ist auch eine Nachtfahrt in der 1. oder 2. Klasse im Schlafwagen. So kommt man relativ ausgeruht z.B. in Chiang Mai oder anderen entfernten Zielen an. In der 1. Klasse schläft man in einem eigenen Abteil mit zwei Betten und Klimaanlage. In der zweiten Klasse gibt es Großraumabteile und Ventilatoren. Zusammen mit dem Fahrtwind ergibt dies auch in der 2. Klasse ausreichend Kühlung. Frische Bettwäsche gibt es in beiden Klassen und allgemein sind die Züge sehr sauber. Fahrpläne findet man auf der Seite der State Railway of Thailand.
Motorrad
Motorräder (110,125,250ccm) gibt es oft und günstig (meist zu 150.- THB / Tag) zu mieten, die Viertakter verbrauchen erstaunlich wenig Sprit. Zwei oder auch drei Personen haben bequem Platz. Ein besonderes Augenmerkt sollte der Versicherung gelten: Während im Norden üblicherweise nur eine geringe Selbstbeteiligung im Schadensfall fällig wird, zahlt man im Süden alles selbst. Hat beispielsweise der Besitzer den Motor schlecht gewartet und er versagt, zahlt man mal eben einen neuen! Bei einem UNFALL allerdings darf man sowieso alles zahlen, da es keine Haftpflicht gibt.
Empfehlung: Achten Sie darauf, dass das Motorrad mit einem allumfassenden Versicherungsschutz zur Nutzung überlassen ist.
Es gibt in Thailand genauso eine Haftpflichtversicherung wie bei uns. Man erkennt es an den grünen Plaketten mit der Jahreszahl. Zu beachten ist, dass die Thai Zeitrechnung gegenüber unserer um 543 Jahre voraus ist. Also ein gültiges Versicherungspickerl für 2005 wäre dann 2548. Die Unfallschuld wird i.d.R. nach den zu vermutenden Vermögen der Unfallgegener geregelt. Bei Unfällen mit reiner Thaibeteiligung ist immer das hubraumstärkere Fahrzeug schuld. Bei Unfällen mit einem von einem Ausländer gemieteten Fahrzeug ist i.d.R. der Ausländer Schuld. Aus Ihrem Rechtsverständnis mag das zwar ungerecht erscheinen. Bedenken Sie aber bitte, dass die meisten Thailänder keine Krankenversicherrung haben und thailändische Polizisten eher ein Herz für schuldige aber arme Thailänder haben als für unschuldige aber reiche Ausländer. (Eine solche Praxis, die sich nicht an der Schuldfrage, sondern am sozialen Ausgleich orientiert, ist in vielen Ländern der Welt üblich; vgl. den Artitkel "Dominikanische Republik")
Außer einer "Spende" von 4 Euro für die notleidende (mit Absicht nicht in Anführungszeichen) Polizei kostet Sie diese Erfahrung nichts, weil die thailändische Versicherung Ihres Fahrzeugs alle weiteren Kosten übernimmt. Alternativ können Sie natürlich auf Ihr Recht der Unschuld bestehen. Nehmen Sie sich einen Anwalt, der Ihren Sprachkenntnissen genügt und bereiten Sie eine Überweisung von 1.000 - 1.500 Euro vor. Der Ausgang des Verfahrens ist selbstverständlich offen. Auch das Herz des Richters schlägt i.d.R. auf der Verliererseite.
Bus
Das Busnetz in Thailand ist sehr gut ausgebaut. Es verkehren zum einen die staatlichen Busse (bor kor sor) und die privaten Busse. Abfahrt und Ankunft ist in Bangkok von verschiedenen Busstationen. Will man sich in einem der zahlreichen Reisebüros nach einer Busverbindung erkundigen, verkaufen diese i.d.R. ein Ticket einer privaten Linie. Besser ist es, direkt zur Busstation zu gehen und dort das Ticket zu kaufen (am Abfahrtstag ist ausreichend, außer vor, nach oder an thailändischen Feiertagen [2]). Private Busgesellschaften bieten in der Regel einen besseren Service (freie Getränke, besseres Essen und besseres "Raumklima" als die staatliche Gesellschaft. Aber Augen auf : Schlepper bringen euch bei freier "Anlieferung" meistens zu den schwarzen Schafen der Zunft. Busse sind insgsamt ein sehr günstiges Reisemittel, wenn euch das lange Stillsitzen oder Schlafen im Sitzen nichts ausmacht. Bei langen Strecken ist die thailändische Bahn jedoch unschlagbar. Die Reise im akzeptablen bis sehr gutem Liegewagen von Bangkok von Chiangmai oder Surat Thani (Ko Samui) kostet ca. 20 Euro, von Bangkok von Butterworth (Penang, Malaysia) ca. 26 Euro.
Selbst bei einer Anreise von Bangkok in entlegende Gebiete Thailands ist die erste Etappe mit der Bahn empfehlendswert, wenn das Reiseziel mehr als 300 Kilometer von Bangkok entfernt ist. Die Fahrt mit einem Taxi zum entsprechenden Busterminal frisst die Ersparnisse des i.d.R. günstigeren Bustickets mehr als auf.
Ein Hinweis an Rucksackreisende (ich war selbst einer und spreche aus Erfahrung!): thailändische Linienbusse sind nicht eingerichtet auf große Gepäckstücke wie Rucksäcke, jede Art von Gepäckstücke oder Koffer! Selbst die ärmste Marktfrau würde es ihren Mitreisenden nicht zumuten, beim Ein- oder Aussteigen über Gepäckstücke klettern zu müssen. Wenn selbst sie die Kosten für ein Taxi in Kauf nimmt, sollte es doch für uns kein Problem sein, die Extrakosten in die Reiseplanung einzubeziehen.
Flugzeug
Mit dem Flugzeug zu reisen, ist sehr günstig. Gerade wenn man wenig Zeit hat, bietet sich das Flugzeug an. In größeren Städten (Bangkok, Chang Mai, Ko Samui, ...) gibt es Flughäfen, auf denen Inlandsflüge oder Flüge in die Nachbarländer angeboten werden. Es ist ausreichend, ein bis zwei Tage vorher einen Flug zu buchen. Jedes Reisebüro bietet diesen Service an.
Die beiden größten Fluggesellschaften sind Thai Airways und Bangkok Airways. Inzwischen gibt es zusätzlich eine Anzahl von Low Cost Carrier, wobei einzelne aber auf schwarzen Listen stehen.
Die günstigsten Flüge möglichst vorab im Internet über die Bangkok-Airways Page buchen. Samui, Chiang Mai und Phuket kosten bei Buchung des ersten frühen Flugs um 06.00 Uhr- und des letzten späten Flugs gegen 23.00 Uhr nur rund 2000 THB. (OneWay)
Wer die Zeit und die Kondition hat kann den jeweiligen Rückflug und die damit verbundene Ausreisesteuer (die fällt bei jeder/ auch inländische Ausreise an) von 400- 500 THB umgehen, in der er auf Bus/Fähre/Zug umsteigt.
Ein tolles Erlebnis ist die Reise von Koh Tao zurück nach Bangkok. Hier gibt es die Möglichkeit mit der Fähre (450 THB) binnen 2,5 Stunden von Koh Tao nach Chumphon zu reisen. Dort den Bahnhof aufsuchen und die Reise entlang der Küste hoch über HUA HIN, CHA-AM, Petchaburi antreten. Zugticket kostet ca. 350 THB um man ist gute 8 Stunden bis zum Festland unterwegs.
Sprache
Im Land werden hauptsächlich verschiedene Tai-Sprachen gesprochen. Hierbei gilt die Sprache der Zentralregion (Thai Klaang) als allgemein verbindliche Hochsprache, die auch an Schulen oder im Umgang mit Behörden in anderen Landesteilen verwendet und vereinfacht als "Thai" bezeichnet wird. Daneben gibt es als wichtige Varietäten der Tai-Sprache Kham Mueang im Norden, Lao im Nordosten sowie Dambro im Süden und eine Vielzahl von Tai-Sprachen, die nur von wenigen Sprechern verwendet werden (wie Lü oder Shan). "Thai" ist eine ausgesprochene Mischsprache und hat neben vielen Begriffen aus den altindischen Sprachen Sanskrit und Pali auch viele Wörter sowie syntaktische Strukturen aus dem Mon und Khmer übernommen (beispielsweise ist die gebräuchliche Anrede "khun" ein Mon-Wort). Die thailändische Sprache ist sicher nicht leicht zu lernen. Dasselbe Wort in bis zu 5 verschiedenen Betonungen kann ebenso viele Bedeutungen haben. Eine guten und hilfreichen Anfang kann man mit der Website: Thaikurs starten.
Englisch wird (vor allem in den touristisch frequentierten Gegenden) verstanden. In Teilen der Region Issan wird Laotisch, in anderen Teilen Khmer (die Landessprache Kambodschas) gesprochen. Laotisch ist eng mit Thai verwandt und wird in Thailand aus politischen Gründen mit thailändischen Schriftzeichen geschrieben, in Laos hingegen mit der eigenständigen Lao-Schrift. Die Bergstämme im Norden haben eigene Sprachen.
Kaufen
Preise für Waren und Dienstleistungen sind - aus europäischer Sicht - äußerst niedrig. Gehen Sie von 10-20 % desjenigen Preises aus, den Sie in Europa erwarten würden. Bei Waren, die aus Europa/Nordamerika/Japan importiert werden, sind solche Preisabschläge natürlich nicht zu erwarten, da hier teils drastische Luxussteuern greifen. Trotzdem gilt, der Thai handelt gerne. Wie weit runderzuhandeln ist, kommt sicher auf die Ware und die Umgebung an. Als Faustregel gilt die 5-7 fache Aufwertung des Preises. Kaufe ich also etwas für 20 THB, erzielt der thailändischer Verkäufer 100-140 THB Umsatz. (2-3 EURO).
Küche
"Essen" heißt in Thai gin khâo, "Reis essen". Reis ist fixer Bestandteil fast jeder Mahlzeit. Schon zum Frühstück gehört Kao Tom, eine Reissuppe, für die der Reis mit viel Wasser und gemeinsam mit verschiedenen Zutaten gekocht wird. Sie ist milder als es bei Speisen in der thailändischen Küche oft üblich ist und wird vor dem Servieren meist mit frischen Frühlingszwiebeln, manchmal auch geröstetem Knoblauch, garniert. Kao Tom Gai bezeichnet eine Reissuppe mit Hühnerfleisch, Kao Tom Gung jene mit Garnelen.
Die thailändische Küche ist bekannt für ihre Vielfalt und Raffinesse und zählt für Kenner zu den besten der Welt. Gutes Essen ist Thais wichtig. Durch die Lage am Meer, sind natürlich Fisch und andere Meeresfrüchte ein fixer Bestandteil des Angebots. Speisen sind im Allgemeinen von hoher Qualität und sehr preiswert. Die Zutaten - Gemüse, Fisch, Fleisch (vor allem Huhn, daneben auch Rind und Schwein) - sind frisch und werden oft im Wok zubereitet, wodurch sie schnell erhitzt werden und ihren frischen Geschmack behalten. Gewöhnungsbedürftig für westliche Reisende ist mitunter die Schärfe mancher Speisen. Was auf der Speisekarte als scharf ausgewiesen wird, ist für die meisten nicht-Thai gewöhnlich zu scharf.
Die häufigsten Gewürze, neben Knoblauch (kràtiam) und Chilli (phrik), sind Zitronengras (ta-krai), Limettensaft, Tamarindensaft (náam makhaam), Galgant (khàa), Ingwer (khing), schwarzer Pfeffer, Korianderblätter (pak chii), Thai-Basilikum (bai horapah), Zitronenblätter (bai magrud) und Austern-Sauce (náam manhoy). Salz wird kaum verwendet, statt dessen sorgen Fischsauce (náam pla) und Shrimp-Paste (kà-pi) für einen salzigen Geschmack. Kokosmilch (gatih) ist gerade im Süden Thailands - auf Koh Samui und Koh Phangan sind Kokospalmen-Plantagen nach dem Tourismus immer noch der wichtigste Wirtschaftszweig, Thailand der größte Exporteur weltweit - Bestandteil einer Vielzahl von Suppen, Curries und Saucen.
Es gibt keine feste Menüplanung oder Gänge wie sie im Westen und im arabischen Raum üblich sind. Speisen werden zusammen serviert - auch ein Grund weshalb es empfehlenswert ist nicht alleine, sondern in einer Gruppe essen zu gehen - und nach Lust und Laune kombiniert.
Einfache Gerichte sind verschiedene Reis- und Nudelteller mit unterschiedlichen Zutaten - meist Gemüse und/oder Huhn. Überall in Thailand findet man auch Imbiss-Wägen, die am Straßenrand Hühnerfleischspieße, einfache aber raffinierte Reisgerichte und Früchte anbieten. Die wahrscheinlich bekannteste Suppe ist Tom Yam Gung, eine sehr scharfe Garnelensuppe mit Pilzen, Zitronengras, Koriander, Galgant und weiteren Gewürzen. Unbedingt einen Versuch wert ist die mildere Tom Khaa Gai, eine Kokosmilchsuppe mit Hühnerfleisch, Pilzen, Tomaten, Zitronengras und Galgant. Die Stengel des Zitronengras und die Galgantwurzeln werden übrigens nur zur Würze mitgekocht und serviert - sie werden nicht gegessen.
Thailändische Curries sind nicht zu verwechseln mit indischen Curries oder der im Westen als Curry bekannten Gewürzmischung (die in Indien nur für den Export hergestellt wird). Während indische Curries im allgemeinen lange gekochte Gerichte mit Fleisch und Gemüse und eher dickflüssige Saucen sind, werden thailändische Curries im Allgemeinen schnell zubereitet, basieren auf Curry-Pasten, sind leichter und eher mit Suppen zu vergleichen. Gewöhnlich werden sie mit einer Portion Reis serviert. Typische Currygerichte sind Rotes Curry mit Huhn und Bambussprossen oder das, auf die muslimische Bevölkerung Südthailands zurückgehende, Masaman Curry mit Rindfleisch und Kartoffeln.
Fisch wird sowohl im Wok gebraten oder gegrillt angeboten. Ngob Plaah sind beispielsweise gewürzte und in Bananenblättern eingewickelt gegrillte Fischfilets.
Als Dessert werden meist frische Früchte - Papayas, Mangos, Rambutan und Ananas - oder mit Früchten gesüßter Klebreis in Bananenblättern gegessen. Eine Spezialität sind Durian-Früchte, deren Verzehr wegen ihres durchdringenden und von vielen als ekelerregend empfundenen Geruches in geschlossenen Räumen aber vielerorts ausdrücklich verboten ist.
Ausgehen
Seit 2004 gibt es neue Sperrstundenregelungen. Discos, Beerbars und Massagesalons müssen um 1 Uhr früh schließen. Restaurants und Essstände dürfen durchgehend offen bleiben. Dadurch spielt sich das Nachtleben fast durchwegs auf der Straße ab. Die Leute sitzen rund um die Essbuden, holen sich Ihre Getränke aus den durchgehend offenen Minimärkten 7/11 und es herrscht eine tolle Stimmung bis in die frühen Morgenstunden.
Schlafen
Unter Rucksackreisenden weltweit bekannt ist die Khao San Road in Bangkok, wo Dutzende Schlafmöglichkeiten angeboten werden und alles zu finden ist, was ein unsicherer Erstreisender braucht, z.B. Reisebüros, Internetcafes und Restaurants mit hauptsächlich englischsprachigen Menükarten. Die Hostels bieten vom fensterlosen billigen Schlafkämmerchen bis zum Zimmer mit Fernseher und Klimaanlage an und es ist ein guter Ort, um in Thailand anzukommen und sich darüber zu informieren, wie es weitergehen soll.
Lernen
Arbeiten
Arbeiten ist mit dem Touristen-Visum nicht möglich. Wer in Thailand eine Arbeitsstelle annehmen möchte, muss an einer thailändischen Botschaft oder Konsulat ein Non-Immigrant-Visum beantragen. Dazu muss der künftige Arbeitgeber einige Papiere bereitstellen. In den Anrainerstaaten sind die Beamten in den Botschaften und Konsulaten ziemlich streng, während in Europa das Ausstellen eines Non-Immigrant-Visums mit relativ geringem Aufwand möglich ist. Aber auch hier gilt: Ohne thailändischen Arbeitgeber gibt es auch in Europa kein Non-Immigrant-Visum!
Das Arbeiten für Ausländer ist von der Regierung eingeschränkt. Es gibt zahlreiche Berufe die für Ausländer "gesperrt" sind.
Feiertage
Chinesisches Neujahr: Die Feierlichket über 3 Tage im Zeitraum von Ende Januar bis Mitte Februar.
Thail. Neujahr: 13.- 15.April (songkran): Rechtzeitig zum Beginn des Hitzemonats wird dieses Fest meißtens bereits schon Tage zuvor mit viel Wasser gefeiert. Neben Bangkok ist Chiang Mai der Platz an dem dieses Fest besonders intensiv gefeiert wird.
Tag der Arbeit: 1.Mai
Tag des Königs: 5.Mai,König Rama IX, feierte in diesem Jahr sein 60. Jahr als König.
Geburtstag d. Königin: 12.August: Ausnahmezustand in Bangkok, nicht nur der Geburtstag der Königin, auch jeder andere feierliche Anlaß der Königsfamilie bringt ein Verkehrchaos in Bangkok. Dennoch ist ein Großteil Bangkoks farbenfroh mit Blumen geschmückt. Eilige Reisende jedoch, sollten möglichst diesen Tag/ Nachmittag in Bangkok meiden.
Todestag König Rama V: 23.Oktober: Der damalige König verbrachte dem thailändischen Volk die jetzigen westlichen Einflüsse. Als ältester Sohn des an Malaria erkrankten Königs Rama IV. wurde er im Alter von 16 Jahren gekrönt. In 42 Jahren entwickelte sich durch seinen Einfluß das damalige Siam zu einem modernen Staat.
Geburtstag d. Königs: 5.Dezember: Ausnahmezustand in Bangkok, nicht nur wegen des Geburtstags.
Sicherheit
In Thailand gibt es außerhalb von Städten keinen Grund Angst zu haben, solange man sich auf den üblichen Touristenpfaden aufhält. Es ist leicht und sicher mit Bus oder Bahn zu reisen. Das gut ausgebaute Busnetz ermöglicht es, so gut wie das ganze Land zu erkunden. Auch für Frauen ist alleine zu reisen weitgehend ungefährlich. Aktuelle Sicherheitshinweise findet man auf der Seite des Auswärtigen Amtes (D).
Kriminalität: In den Städten oder größeren Menschenansammlungen (z. B. Strandparties) gilt dasselbe wie z.B. in europäischen oder amerikanischen Städten - Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste; insbesondere vor den trickreichen Taschendieben.
Betrugsversuche: An den beiden Hauptattraktionen Wat Phra Kaew und Wat Pho werden Touristen öfters von Schleppern angesprochen, die behaupten, der Tempel wäre geschlossen, und stattdessen eine Tour zu anderen Attraktionen anbieten. Zumeist wird man dann in Edelstein-Geschäfte gelotst, in denen wertlose Edelsteine als "einmalige Gelegenheit" extrem überteuert verkauft werden.
Bewaffnete Konflikte: Besondere Vorsicht ist bei Reisen in den südlichsten Provinzen (insbesondere Pattani, Yala, Narathiwat) nahe der Grenze zu Malaysia geboten, wo es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen muslimischen Separatisten und Polizei bzw. Militär kommt. Es gab in dieser Region in den letzten Jahren (inkl. 2004) bereits mehrere tausend Tote. Auch an der nordwestlichen Grenze zu Myanmar ("goldenes Dreieck") gab es in der Vergangenheit immer wieder bewaffnete Auseinandersetzungen, teils mit dem Militär des Nachbarlandes, teils mit bewaffneten Drogenschmugglern. In keiner dieser Regionen sind Touristen das eigentliche Ziel von Gewalt, dennoch sollte man vorsichtig sein.
Gesund bleiben
Malaria ist in der westlichen Gebirgsregion an der Grenze zu Myanmar (Burma), in den Tropenwaldgebieten der malaiischen Halbinsel (nördl. der Stadt Krabi) und in den Grenzgebieten zu Kambodscha (z.B. Isan) relativ weit verbreitet. Insbesondere für Trekking-Reisende ist eine Prophylaxe zu empfehlen. Im übrigen Thailand besteht, laut Tropenmedizinern, "mittleres" Risiko. Sehr geringe Malariagefahr besteht im Großraum Bangkok und den Hochebenen im Nordosten (Roi Et). Keine Malariagefahr besteht auf Koh Samui und Koh Phangan. Allerdings wurden gerade von diesen Inseln in den vergangenen Jahren (2000-2004) immer wieder Fälle von Dengue-Fieber gemeldet. Zum Schutz empfiehlt es sich Insektenschutzmittel zu verwenden, in der Dämmerung und am frühen Morgen im Freien Kleidung mit langen Hosen und Ärmeln zu tragen und unter einem Moskitonetz zu schlafen.
Klima
Man kann in Thailand gut von insgesamt drei Jahreszeiten ausgehen. Kühl, Heiß, Nass.
Kühl
Von November bis Februar spricht man von der kühleren Zeit. Insbesondere im Norden sollte man sich auf kältere Nächte vorbereiten.
Heiß
März bis Mai In diesen Monaten sollte man den Aufenthalt in Bangkok oder im Norden/-Nordosten Thailands möglichst meiden. Wasserknappheit und über 40°C sind dort keine Seltenheit. In Bangkok wird der Smog unerträglich, im Norden werden die Reisfelder und das Gestrüpp abgebrannt.
Nass
Mai bis Oktober. Wobei die Monate September und Oktober besonders hevorzuheben sind, weil die meissten Niederschläge dann landesweit zu verzeichnen sind.
Die beste Reisezeit bleibt die Zeit zwischen Juni und August. Dort herrscht landesweit aktzeptables Klima. Jedoch sollte man die Sommerferien in Thailand berücksichtigen. Bis Anfang Juli kann es daher in einigen Gebieten zu einer Zimmerknappheit kommen.
Respekt
Der sicherste Weg nicht respektiert zu werden ist, sich laut und ausfallend zu benehmen. Thais sind sehr höfliche Menschen. Der Beiname "Land des Lächelns" ist auch heute noch berechtigt. Nur sollte man als Gast das allgegenwärtige Lächeln nicht mit freundschaftlicher Herzlichkeit verwechseln. Es ist ein Zeichen der Höflichkeit und mehr eine Lebensart als ein Zeichen von Erheiterung.
Besonderen Respekt kann man als Gast erlangen, wenn man sich bemüht, zumindest ein paar Wörter oder Sätze in Thai zu erlernen. Die Sprache ist nicht leicht zu erlernen, Mißverständnisse sind zumindest anfangs vorprogrammiert, aber davon sollte man sich nicht entmutigen lassen.
Was man nicht tun sollte:
- Sich lauthals beschweren, herumschreien.
- Mit dem Finger auf Menschen oder geheiligte Gegenstände zeigen.
- Beim Sitzen die Füße anderen entgegenstrecken.
- Kindern über den Kopf streicheln (Erwachsenen sowieso nicht).
- Auf Buddha-Statuen herumklettern. Buddha-Bildnisse sind heilig und sollten immer mit Respekt behandelt werden. Man sollte sich auch nie so in einem Tempel hinsetzen, dass die Füße zum Buddha-Abbild zeigen.
- Tempel mit Schuhen betreten.
- Tempel in "Strandkleidung" - z. B. Shorts oder ärmellosen Tops - betreten.
- Als Frau einen Mönch berühren.
- Sich in einem Autobus auf die hinterste Sitzbank setzen, da diese in der Regel für Mönche reserviert ist.
- Geheiligte Gegenstände wie Hausaltäre oder eines der allgegenwärtigen "Geisterhäuschen" berühren.
- Sich respektlos gegenüber der königlichen Familie äußern oder beispielsweise auf einen Geldschein mit dem Abbild des Königs treten.
- sich während der Nationalhymne die 8 Uhr morgens und um 18 Uhr abends an großen Plätzen und Märkten ertönt nicht zu erheben und nicht schweigen.
- geizig sein
- schlecht gekleidet sein
- Als Ausländer mit dem Wai zurückgrüssen. Der Wai stellt einen Ausdruck des Statusverhältnis dar. Ein Ausländer hat generell einen eigenen Status. Ein kurzes freundlichen Nicken reicht im Normalfall völlig.
Kommunizieren
In allen touristisch erschlossenen Städten und Regionen gibt es im Allgemeinen eine große Anzahl von öffentlich zugänglichen Internet-Cafés, meist mit der Möglichkeit von dort auch internationale Telefonanrufe zu tätigen.
Mit dem eigenen Handy kann man fast überall in Thailand problemlos telefonieren, jedoch sind die Minutenpreise für Gespräche nach Europa bisweilen atemberaubend (2 EURO pro Minute sind nicht außergewöhnlich). Thailändische Prepaid-SIM-Karten für das Handy - wiederaufladbar - sind dagegen vergleichsweise billig (etwa 200 Baht inkl. 50 Baht Gesprächsguthaben). Damit kostet die Gesprächsminute nach Europa nur etwa 10 Baht pro Minute. Recht problemlos funktioniert beispielsweise die Happy-Card der thailändischen Mobilfunkgesellschaft DTAC, erhältlich in Handy-Shops, Drogerien, Foto-Läden und in jedem 7-Elven-Laden. Die freundlichen Bedienungen helfen gerne bei der sachgerechten Code-Eingabe. Solche SIM-Cards kann man allerdings nur nutzen, wenn das eigene Handy SIM-Lock-frei (d.h. nicht subventioniert) ist.
Weblinks
- Thailändische Tourismusbehörde
- Online Landkarten und Stadtpläne von Thailand
- Umfangreiche Informationssammlung rund um Thailand


