Wallis Travel Guide

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Der Kanton Wallis liegt in der Schweiz.

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Guttet-Feschel

Guttet-Feschel ist ein typisches Walliser-Bergdorf, in dem zur Zeit ungefähr 450 Einwohner leben. Die Gemeinde liegt auf einer Höhe zwischen 1000 - 1300 M. über Meer und liegt im Herzen des Wallis, in den Sonnenbergen.


Fusion

Jahrhundertelang waren Guttet und Feschel eigenständige Gemeinden. Es brauchte mehrere Anläufe, bis am 26. September 1999 das Stimmvolk beider Gemeinden einer Fusion zustimmten. Seit dem 1. Oktober 2000 ist aus diesen zwei selbstständigen Gemeinden die neue Gemeinde Guttet-Feschel geworden.


Die Gemeinde Feschel (VS):

 Ur- und Frühgeschichte 

Die Geschichte des Ortes beginnt im 6. Jahrhundert. Davon zeugen die Gräberfunde auf dem Wyler, unweit der Pfarrkirche, wo man die nachweislich ältesten Reste von Skeletten, ein kleines Eisenmesser, einige Fragmente und eine Gürtelschnalle aus Eisen entdeckte. Weitere Funde, Armbänder aus Bronze, wurden in der Nähe des Dorfes gemacht. Ob die Siedlung schon früher bestanden haben könnte, kann nicht bewiesen werden. Bekannt ist, dass die Gegend von Raron, Leuk, Siders und Sitten im 5. Jahrhundert vor Christus vom Volksstamm der Daliterner bewohnt gewesen war. Die Bewohner sprachen ligurisch und man vermutet, dass die Namen wie etwa Rotten, Leuk, Dala, Raron und Visp aus dieser Epoche stammen.

Der Name Feschel könnte aus dem ligurischen Wort Ves, was übersetzt Hügel oder Berg bedeutet, entstanden sein. Das Dorf selbst befindet sich auf einem Hügel und das Gemeindewappen weist, nach dem Namen, auf einen Bergweg hin. Auch wird in einem Akt von 1701 statt Feschel, Veschellen, geschrieben. Das Volk der Daliterner selbst war klein von Gestalt, aber stark wie wilde Tiere und lebte von der Jagd. Ungefähr im 2. Jahrhundert vor Christus wurde dieses Volk dann durch die Kelten verdrängt. Die Kelten kannten bereits das Eisen. Ihre Anwesenheit in der Region Leuk konnte anhand zahlreicher Fundgegenstände nachgewiesen werden.

Aus den Satzungen der Burgschaft

Am 8. Januar 1535 versammelten sich auf dem Platz der Kapelle von Feschel die Männer von Feschel und Guttet, um ein Statut aufzustellen. Das Statut enthielt vier Punkte. Man stellte einen Friedensrichter auf, um allfällige Streitigkeiten zu regeln und versuchte bereits früher, der Abwanderung entgegenzuwirken: Man regelte, dass jeder 10 Schilling zu bezahlen hatte, der all seine Güter verkaufte. Wenn eine Frau oder eine Tochter auswärts heiratete, musste sie 3 Pfund bezahlen. Ausserdem wurde unter Strafe verboten, einander auswärts zu verklagen. Weitere wichtige Verordnungen folgten in zeitlich unterschiedlichen Abständen. Erstaunlicherweise ist vieles von dem, was im Statut von 1669 steht, noch heute in Reglementen oder Gewohnheitsrechten enthalten.

Sehenswerte Objekte

Die Antoniuskapelle mit Barockaltar, das Museum, das Burgerhaus mit der historischen Zehndenfahne von Leuk, das Backhaus ua.

Quelle: Feschel und seine Geschichte, Remo Kuonen



 Die Gemeinde Guttet (VS): 

 Ur- und Frühgeschichte 

Guttet scheint die historische Zwillingsgemeinde von Feschel zu sein. Das früheste Dokument stammt vom 23. November 1322. Für die Geschichte scheinen die Wasserquellen, die im Dorfe selbst zu finden sind, eine sehr wesentliche Rolle zu spielen. Es gibt Überlieferungen, nach denen vermutet werden kann, dass sich die ersten Bewohner rund 10 Gehminuten oberhalb des heutigen Dorfes, in den sogenannten "Spien", niedergelassen haben. Die Jäger stiegen in den Ort, genannt Birri (heute: Weg vom Gemeindehaus zum Rhoneblick), hinab, um dort den Tieren aufzulauern und sie zu erlegen, als diese aus dem Walde herkommend zur Tränke gingen. Auf der Birri wurden kleine Jagdhütten gebaut. Als die Jagd an Bedeutung verlor, entwickelte sich allmählich das Dorf Guttet. Auf der Suche nach der Entstehung des Ortsnamens Guttet findet man in alten Akten des Archives den Familiennamen eines Vertreters aus Spien, der Gottet (abgeleitet aus dem Wort "Gott") genannt wird. Es scheint nahezuliegen, dass die ersten Einwohner der Gemeinde der Familie Gottet entstammten. In der Folge muss der o mit u ausgetauscht worden sein und der Name Guttet für die neue Siedlung entstanden sein.

Satzungen

Ein Pergament-Papier vom 25. Januar 1520 regelt das allernötigste einer Dorfgemeinschaft in 10 Punkten. Darunter wird verboten, Holz im Bannwald ohne Erlaubnis der Gemeinde zu fällen, und Chris und Holz daraus zu führen. Ebenso wird es Unehelichen untersagt, Gemeindegüter zu nutzen. Spätere Regelungen widmeten sich der Wassernutzung, der Benützung des Backhauses und des Weidgangs. Immer wieder zu Diskussionen Anlass gab die Anerkennung des Burgerrechts.

Das Dorfwappen

Das Gemeindewappen wurde in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts geschaffen. Es zeigt den heiligen Wendelin, den Kirchen- und Kapellenpatron, sowie Patron der Bauern. Er trägt auf seiner linken Hand ein weisses Lamm und in seiner rechten einen goldenen Krummstab.

Historische Bauten

Die Kirche, gewidmet dem hl. Wendelin, das Gemeinde- und Burgerhaus, das Pfründhaus (altes Schulhaus), das Backhaus u.a.

Quelle: Guttet und seine Geschichte, Remo Kuonen

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