Brasilien
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Brasilien liegt in Südamerika und ist das fünftgrößte Land der Welt. Angrenzende Länder (von Nord nach Süd) sind Französisch Guayana, Suriname, Guyana, Venezuela, Kolumbien, Peru, Bolivien, Paraguay, Argentinien und Uruguay.
Inhaltsverzeichnis |
Regionen
Das Land besteht aus 26 Bundesstaaten, einem Bundesdistrikt und ist in fünf Regionen aufgeteilt:
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Der Norden
Der Nordosten
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Der Zentralwesten
Der Südosten
Der Süden
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Städte
- Belo Horizonte - Hauptstadt von Minas Gerais
- Diamantina - ist ein schönes Ziel.
- Florianópolis - ist sehr zu empfehlen. Sehr schöne Strände.
- Ouro Preto - sehr sehenswert: die am besten erhaltene koloniale Stadt des gesamten Kontinents. Seit den 1930er Jahren unter Denkmalschutz
- Pouso Alegre
- Rio de Janeiro - ist eine sehr lebendige Stadt.
- Salvador da Bahía - die Stadt des Capoeira und ehemalige Hauptstadt Brasiliens.
- São Paulo - ist die größte Stadt Brasiliens. Bei Touristen normalerweise wenig beliebt.
- Petrópolis - Residenz der brasilianischen Kaiser, Palast.
- Curitiba - ist die Hauptstadt des Bundesstaates Paraná.
Weitere Ziele
Hintergrund
Anreise
Bürger der Europäischen Union benötigen für die Einreise nach Brasilien kein Visum (sofern der Aufenthalt im Land touristischen Zwecken dient und man nicht länger als 90 Tage bleiben will). Man muss eine Einreisekarte ausfüllen, die in der Regel schon im Flugzeug ausgeteilt wird. Der untere Abschnitt dieser Karte sollte sorgfältig aufbewahrt werden, da er bei der Ausreise wieder vorgelegt werden muss. Der Reisepass muss bei der Einreise noch 6 Monate gültig sein. Wer länger als 90 Tage im Land bleiben will, kann eine Verlängerung seiner Aufenthaltserlaubnis um weitere 90 Tage beantragen. Dies geschieht bei der Policia Federal, die sich in den Hauptstädten der Bundesstaaten befindet.
Flugzeug
Bahn
Bus
Auto
Schiff
Mobilität
Praktisch jeder Ort in Brasilien ist per Bus oder Minibus erreichbar. Die Busse in entlegene Gebiete fahren nicht regelmäßig und sind sehr gut besucht. Busfahrten sind günstig - brauchen jedoch Zeit. In den meisten Orten gibt es sog. „Rodovíarias“ (Busbahnhöfe), von denen regelmäßig Busse in die wichtigsten Städte der Umgebung abfahren. Dabei gibt es verschiedene Busgesellschaften, die aber im Allgemeinen für den gleichen Komfort die gleichen Preise verlangen. Für Langstrecken gibt es Busse neben „normalen“ Reisebussen auch Busse mit Liegesitzen oder Sitzen, die sich quasi zum Bett umklappen lassen. Allgemein lässt sich sagen, dass brasilianische Reisebusse um einiges bequemer sind (Beinfreiheit, klappbare Sitze, Toilette, ...) als deutsche Reisebusse. Auf größeren Touren wird i.A. an Restaurants angehalten, in denen gegessen werden kann.
Sprache
In Brasilien wird Portugiesisch gesprochen. Das brasilianische Portugiesisch unterscheidet sich jedoch etwas von der Version, die in Portugal gesprochen wird. Die Brasilianer verwenden in der gesprochenen Sprache häufig eine vereinfachte Grammatik und es wird auch weicher gesprochen als in Portugal. Ohne einen gewissen portugiesischen Grundwortschatz wird man sich in Brasilien recht schwer tun, da Englisch und andere Fremdsprachen nur sehr vereinzelt gesprochen werden (vgl. Kommunizieren).
Kaufen
Der brasilianische Real (Mehrzahl Reais, Kurzzeichen R$) war lange Zeit an den Dollar gekoppelt. Man erhält (Stand November 2005) ca. 2,80R $ für einen Euro. Brasilien ist selbst in den Metropolen ein recht preiswertes Reiseland.
Küche
Ausgehen
Schlafen
Eine Warnung vorweg: ein Motel-Zimmer wird in Brasilien stundenweise gebucht und dient als ruhiger Ort für Sex-Eskapaden. Versuche also nicht, dort zu übernachten. Die Aufmachung dieser Motels ist aber ziemlich eindeutig, sie heißen "Venus" oder "Club 69" und sind mit grellen Leuchtreklamen verziert... Ein normaler Tourist verirrt sich nicht ohne weiteres in so ein Motel.
Auch wenn es nicht der eigentliche Zweck ist: man kann dort auch übernachten. Viele Motels haben nicht nur Stundenpreise sondern auch Preise für eine ganze Nacht. Die Einrichtung ist eher zweckdienlich, also kein Kleiderschrank, Schreibtisch und keine helle Beleuchtung, dafür je nach Preisklasse ggf. eine größere Badewanne (sonst selten in brasilianischen Hotels). Frühstück ist im Zimmerpreis wohl meist nicht inclusive.
Lernen
Arbeiten
Feiertage
Gesetzliche Feiertage:
| Termin | Name | Bedeutung |
| 1. Januar | Confraternização Universal | Neujahrstag |
| Februar | Carnaval | Karneval |
| 14. April (2006)/ 6. April (2007) | Sexta-Feira da Paixão | Karfreitag |
| 21. April | Tiradentes | Gedenktag für den Nationalhelden Joaquim José da Silva Xavier. |
| 1. Mai | Dia do Trabalho | Tag der Arbeit |
| 15. Juni (2006)/ 7. Juni (2007) | Corpo de Deus | Fronleichnam |
| 7. September | Independência do Brasil | Unabhängigkeitstag |
| 12. Oktober | Nossa Senhora Aparecida | |
| 2. November | Finados | Allerseelen |
| 15. November | Proclamação da República | Tag der Republik |
| 25. Dezember | Natal | Weihnachten |
Sicherheit
In Brasilien ist es für Touristen nicht gefährlicher als in Europa, wenn man einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet. Man sollte vor allem beachten, dass man oft als "reicher Tourist" angesehen wird. Deswegen sollte man seinen Reichtum nie zur Schau stellen, also nicht den Goldschmuck heraushängen lassen, das die arme Bevölkerung neidisch werden könnte.
In einigen Gebieten der Großstädte, insbesondere in den ärmeren Stadtteilen (Favelas) von Sao Paulo und Rio de Janeiro, muss man als Tourist in Brasilien jedoch erhöhte Vorsicht walten lassen. Bei einem mehrwöchigen Aufenthalt in Brasilien kann es vorkommen, dass du Touristen triffst, die dir erzählen, wie sie selbst mit vorgehaltener Waffe ausgeraubt wurden. Um dem unvermeidlich erscheinenden Raub vorzubeugen oder dessen schadvollen Effekt wenigstens zu begrenzen, reicht es schon einige simple Regeln zu befolgen:
- Wenn man ausgeht, dann nur mit so viel Geld, wie man voraussichtlich brauchen wird (Niemals mehr als 20 Euro, also ein Geldbetrag der verkraftbar erscheint).
- Immer einige Münzen (Kleingeld oder kleine Scheine) in der Hosentasche bereithalten und diese im Falle eines Überfalls bereitwillig geben. Zeigen bzw. behaupten, dass das alles sei, was man habe. Den Hauptteil des Geldes in einer um den Bauch gebundenen Geldbörse bzw. Geldgürtel unterbringen.
- Nachts niemals alleine ausgehen, außer in gut beleuchteten und belebten Stadtteilen.
- In ärmeren Gebieten, insbesondere nachts, lieber keine Wertgegenstände wie Armbanduhr oder Digitalkamera mitführen. Es gibt günstige Einwegkameras, die auch gute Bilder machen, deren Verlust lange nicht so schwer wiegt, wie der der geliebten Digitalkamera.
- Niemandem in dunkle oder verlassene Gassen folgen. Jedem, vor allem denjenigen, die von Anfang an Vertrauen erwecken zu versuchen, das nötige Misstrauen entgegenbringen. Eine nahezu klassische Variante des Überfalls bei helligtem Tage ist es, dass 3 bis 4 Jungs lächelnd auf einen zukommen, die Hand ausstrecken, die der gute Europäer natürlich sofort reflexartig greift, um dann festzustellen, dass sich unter dem T-Shirt einer der Jungs leider die Spitze eines nicht zu kleinen Messers abzeichnet, die in Richtung der eigenen Leber zeigt. Also: Gar nicht erst die Hand geben...
Sei nicht überrascht, wenn dir in den Einkaufsstraßen mancher touristisch gut erschlossenen Badeorte bis unter die Zähne bewaffnete Streifen begegnen. Nicht minder bewaffnet sind die Begleiter von Geldtransporten. Fünf Sicherheitskräfte, die vor dem Verlassen der Geldboten die Umgebung sichern, sind keine Seltenheit. Auch gibt es Jugendherbergen, vor denen Tag und Nacht Sicherheitskräfte stehen.
Besonders in ärmeren Vierteln der Großstädte greifen die Sicherheitsbeamten, angeblich wegen der hohen Kriminalität, zum Selbstschutz sehr schnell zur Waffe. In manchen Orten hat die Bevölkerung mehr Angst vor der Militärpolizei als vor Kriminellen.
Bereite dich auch darauf vor, dass du in einigen Regionen sehr penetrant angebettelt wirst. Besonders negativ fällt hier Salvador auf. Hier vor allem in den Stadtvierteln Barra (um den Farol de Barra) und Pelourinho (historische Altstadt).
Sei zurückhaltend, freundlich und informiere dich vorher, in welchen Stadtvierteln du dich bewegst. Denn mit der nötigen Vorsicht ist Brasilien ein tolles Reiseziel.
Gesund bleiben
Brasilien steht oft zu unrecht im Verdacht, eine hohe Aidsrate zu besitzen. Dies ist nicht so, die HIV-Prävalenz ist etwa so hoch wie in den USA und im Nachbarland Argentinien. Die brasilianischen Kondome sind allerdings nicht zuverlässig! Sie reißen oft.
Klima
Bei der ungeheuern Ausdehnung des Landes muss das Klima je nach der Entfernung vom Äquator wie nach der Erhebung über dem Meer ein sehr verschiedenes sein. Während schon westlich von Rio de Janeiro aus der Serra do Espinhaco und häufiger noch weiter im Süden auf der Serra Geral in Rio Grande do Sul die Temperatur unter 0° sinkt, das Klima der letztgenannten außertropischen Gebiete überhaupt ein gemäßigtes ist, herrscht im Stromgebiet des Amazonas eine gleichförmig heiße Temperatur von 28-29°C im Mittel und ohne wesentliche Abkühlung während der Nächte. In Rio de Janeiro selbst beträgt die Temperatur in den heißesten Monaten (Januar und Februar) 26,5°C, im kühlsten Monat (Juli) 21,9°C, doch bringt die täglich von 10 bis gegen 6 Uhr wehende Seebrise angenehme Kühlung. Im Amazonasbecken herrscht eine fast ununterbrochene Regenzeit, die Hauptregenmonate sind November bis März. In Südbrasilien sind im Sommer mehr Gewitterregen, im Winter mehr Landregen vorherrschend. Eine eigentliche Regenzeit gibt es hier nicht.
Respekt
Kommunizieren
Für alleinreisende Traveller ist es empfehlenswert, Portugiesisch zu können. Dies gilt vor allem dann, wenn man ein nur begrenztes Budget zur Verfügung hat. Die Englischkenntnisse der Bevölkerung lassen, wie in fast ganz Südamerika, sehr zu wünschen übrig. Wenn du nur Spanisch sprechen kannst, solltest du darauf höflich hingewiesen werden; du kannst dann, wenn du langsam sprichst, meist verstanden werden bzw. dich selbst können die Brasilianer verstehen, auf Grund der offensichtlichen Ähnlichkeit der beiden Sprachen.
Weblinks
Auf Brasilien spezialisiertes Wiki: BrasilWiki
Informationen, Tipps, Hilfen, Geschichten über Brasilien: www.brasilienfreunde.net
Ein halbes Jahr in Brasilien zum Arbeiten: Praxissemesterbericht
Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten der Repubik Österreich www.bmaa.gv.at
Zentrum für Reisemedizin Österreich www.reisemed.at
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